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News / Echobot einigt sich mit der FAZ
07.02.2014   News
Echobot einigt sich mit der FAZ
 
Die FAZ setzt sich im Streit mit dem kleinen Karlsruher Online-Medienbeobachter Echobot durch: Am Donnerstag gaben beide Unternehmen eine "Zusammenarbeit" bekannt, dank der Echobot Artikel aus FAZ, FAS und faz.net in sein Monitoring aufnehmen darf.

"Wir ergänzen damit unser Beobachtungspektrum von Online, Print und Social Media und werden unsere Zusammenarbeit auch mit anderen namhaften Verlagshäusern weiterhin ausbauen", freut sich Echobot-Geschäftsführer Bastian Karweg. "Das FAZ-Archiv, der Content-Vermarkter der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, erschließt sich mit dieser Kooperation neue Kunden und einen weiteren Kanal zur Monetarisierung seiner Inhalte", äußert sich Olivera Kipcic, die bei der FAZ für den Verkauf von Nutzungsrechten verantwortlich zeichnet.

Während sich Echobot mit der "SZ" etwa relativ schnell einig wurde, ging dem Handschlag zwischen FAZ und Echobot ein Rechtsstreit über die vergangenen anderthalb Jahre voraus. Zankapfel: Kurze Textauszüge, "Snippets", die der Beobachter in kostenpflichtige Pressespiegel seiner Kunden aufnimmt - auch aus E-Papern. Erst für die Lektüre kompletter Artikel wird eine Lizenz erworben. Diese Praxis ist der FAZ ein Dorn im Auge.

Die Frankfurter setzen sich daher hartnäckig gegen eine solche Auswertung ihrer Medien durch Medienbeobachter zur Wehr, nicht nur versus Echobot. Im vergangenen Jahr formulierte FAZ-Frau Kipcic selbstbewusst neue Ansprüche der FAZ auf dem Medienbeobachterkongress und irritierte mit den Plänen das Publikum. Führende Medienbeobachter sehen ein auszugsweise Nutzungsrecht - Snippets also etwa aus dem E-Paper-Angebot - bereits durch die PMG abgedeckt, die bekanntermaßen Gebühren für die Printauswertung abführt. Die FAZ sieht es anders. Die Debatte erinnert an die ums Leistungsschutzrecht.

Viele mochten im Rechtsstreit mit dem vergleichsweise kleinen Anbieter Echobot damals keinen Präzendenzfall sehen, eine Einigung zwischen FAZ und der Medienbeobachterszene schien - zumindest damals - noch nicht in Sicht.
 

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