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News / Nur jeder siebte Konzern plant separaten Nachhaltigkeitsbericht
Berichte werden vor allem gedruckt und als PDF zum Download angeboten.
05.02.2014   News
Nur jeder siebte Konzern plant separaten Nachhaltigkeitsbericht
 
Punktgenaue Prognosen für Umsatz und Ergebnis bleiben bei börsennotierten Unternehmen unbeliebt. Nach einer Umfrage von Cortent Kommunikation wollen lediglich sechs Prozent aller Unternehmen in ihren Geschäftsberichten präzise Vorhersagen treffen. Die meisten Emittenten (44 Prozent) planen, eine so genannte Intervallprognose abzugeben.

Durch neue Rechnungslegungs-Standards (DRS 20) müssen Prognosen ab sofort transparenter und verbindlicher als bislang formuliert werden. Rund ein Drittel der Befragten plant lediglich eine qualifiziert-vergleichende Prognose, beispielsweise "deutlich steigendes Ergebnis", und vergibt so laut Cortent die Chance für eine anlegerfreundliche Kommunikation.

Ein Bericht

Für die beginnende Berichtssaison zeichnet sich darüber hinaus ein klarer Trend hin zur integrierten Berichterstattung ab. Einen separaten Nachhaltigkeitsbericht wollen nur 15 Prozent der Unternehmen veröffentlichen. Nur die Hälfte aller Emittenten richten sich bei der ESG-Berichterstattung (Environment, Social, Governance) nach gängigen Standards wie etwa den Leitlinien der Global Reporting Initiative GRI.

Mit 96 Prozent will die überwiegende Mehrheit der Unternehmen einen gedruckten Geschäftsbericht herausgeben, mobile Apps wollen lediglich 9 Prozent einsetzen. Für die Zukunft erwarten IR-Verantwortliche jedoch, dass sich die Inhalte des Geschäftsberichts zunehmend ins Internet verlagern. Unentschieden sind die Befragten, was die Zukunft des Imageteils angeht: Rund 40 Prozent erwarten, dass er zukünftig weniger aufwändig ausfällt, 33 Prozent hingegen können sich auch eine Entwicklung hin zu Magazinformaten vorstellen.

Übertragung der Analystenkonferenz

Mehr als die Hälfte der IR-Abteilungen - insgesamt rund 55 Prozent - bieten ihren Zielgruppen zusätzliche Informationsmöglichkeiten über die Pflichtkommunikation hinaus. Zwei Drittel davon in Form einer Audio-Übertragung der Analystenkonferenz, meist mit einer Möglichkeit, die Dateien im Anschluss online herunterzuladen. Video-Übertragungen sind dagegen (noch) nicht besonders verbreitet, genauso wie IR-Auftritte in sozialen Netzwerken.

An der Umfrage im Dezember 2013 haben sich 54 Unternehmen aus allen Börsensegmenten beteiligt. 

Zum Download der Studie
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