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News / Vertrauen der Deutschen in traditionelle Medien steigt
Das Vertrauen der Deutschen in ihre klassischen Medien ist im internationalen Vergleich hoch. Unterdurchschnittlich sind die Werte für unter anderem für Social Media, Blogs und Suchmaschinen. (c) Edelman
20.01.2014   News
Vertrauen der Deutschen in traditionelle Medien steigt
 
Global ist das Vertrauen in Regierungen von 48 Prozent im Jahr 2013 auf 44 Prozent zurückgegangen. Die Vertrauenswerte in Europas politische Führung sind im internationalen Vergleich am stärksten gefallen und erreichen mit 36 Prozent einen neuen Tiefpunkt. 

Vor allem in den Euro-Krisenländern ist das Vertrauen in die Regierungen vergleichsweise gering: In Frankreich und Italien vertrauen noch 24 Prozent der Befragten der eigenen Regierung (minus 17 bzw. elf Prozentpunkte). In Polen sind es 19 Prozent (minus elf Prozentpunkte). In diesen Ländern liegt das Vertrauen in die Wirtschaft jeweils rund 20 Prozentpunkte höher. 

Aufwärtstrend in Deutschland

Nur in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien sind die Vertrauenswerte in die Politik deutlich höher und der Abstand zur Wirtschaft geringer. In Deutschland hat sich die Regierung mit einem Vertrauenswert von 49 Prozent aus dem Vertrauensloch der Jahre 2011 und 2012 wieder herausgearbeitet. 2011 und 2012 lag der Vertrauenswert nur bei 33 Prozent; 2013 war er bereits wieder auf 48 Prozent geklettert.

Deutsche vertrauen Familienunternehmen

77 Prozent der Befragten vertrauen kleinen und mittleren Unternehmen. Dagegen halten nur 49 Prozent Konzerne für glaubwürdig, lediglich 39 Prozent vertrauen börsennotierten Unternehmen. Am größten ist das Vertrauen in Familienunternehmen (86 Prozent).

Die Deutschen bringen "traditionellen" Medien wie Zeitungen, Magazinen, Fernsehen und Radio nach wie vor das bei weitem größte Vertrauen entgegen. Mit 77 Prozent ist der Glaubwürdigkeitswert seit dem vergangenen Jahr um 14 Prozentpunkte angestiegen. Ebenso zugenommen hat das Vertrauen in Hybridmedien wie Blogs (um zwölf Prozentpunkte auf 43 Prozent), Social Media (um sieben Prozentpunkte auf 35 Prozent) und Medien von Institutionen, also z.B. die Website eines Unternehmens (um drei Prozentpunkte auf 37 Prozent). Gleich geblieben ist das Vertrauen in Suchmaschinen mit 47 Prozent.

Globale Vertrauenslücke

Ebenso wie in Europa zeigt das Edelman Trust Barometer auch global eine deutliche Vertrauenslücke: 14 Prozentpunkte liegen zwischen dem Vertrauen in Regierungen (44 Prozent) und in die Wirtschaft (58 Prozent). In einem Drittel der 27 Länder beträgt die Lücke sogar 20 Prozentpunkte und mehr, wie beispielsweise in den USA (21 Punkte), in Indien (26 Punkte) und in Brasilien (36 Punkte). 

Unternehmenssitz zählt 

Wichtig für das Vertrauen in ein Unternehmen ist neben anderen Faktoren sein Unternehmenssitz. Weltweit bringen die Befragten deutschen Unternehmen am meisten Vertrauen entgegen (80 Prozent), gefolgt von Unternehmen in Schweden und in der Schweiz (je 79 Prozent). 

Für das Edelman Trust Barometer 2014 hat Edelman zwischen dem 16. Oktober und 29. November 2013 in 27 Ländern jeweils 1000 Personen aus der allgemeinen Bevölkerung sowie 200 (USA und China: 500) weitere Meinungsführer in zwei Altersgruppen (25–34 und 35–64 Jahre) befragt.

Link zu den Deutschland-Resultaten.


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