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19.01.2014   News
ADAC-PR-Chef Michael Ramstetter tritt ab
 
Knall in München: Der langjährige ADAC-Kommunikationschef und Chefredakteur der Kundenzeitschrift "Motorwelt", Michael Ramstetter (Foto), räumt offenbar seine Posten. Das berichtet die "Bild am Sonntag".

Ramstetter reagiere damit auf die Manipulationsvorwürfe, die die Wahl zum "Gelben Engel" betreffen. Er räume persönliche Fehler ein, heißt es, und bedaure, dem ADAC so Schaden zugefügt zu haben.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte Anfang der Woche berichtet, der ADAC habe eine gefälschte Stimmenauszählung bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" veröffentlicht. Laut "SZ" soll es auch zum Zwist mit "Bild"-Chef Kai Diekmann gekommen sein, demnach soll Diekmann Ramstetter aus seinem Büro geworfen haben. Der ADAC dementierte die Vorwürfe zunächst.

Ramstetter gilt als machbewusster Mann in München, die "Motorwelt" ist die auflagenstärkste Zeitschrift in Deutschland. Er regiert beim ADAC seit beinahe 20 Jahren. Die Leserwahl, die ihn nun offenbar das Amt kostet, hat er selbst erfunden. Die Stimmenauswertung für den Preis soll in Zukunft extern vorgenommen werden.

Der ADAC hat die Personalie am Sonntagmittag bestätigt. Der Autoclub betont in einer Mitteilung, dass zwar die absolute Anzahl der abgegebenen Stimmen verändert worden sei, nicht aber die Rangfolge der Ergebnisse. Betroffen sei nur die "Gelbe-Engel"-Kategorie "Lieblingsauto des Jahres". Zudem distanzieren sich Präsidium und Geschäftsführung des ADAC: Beide seien nicht über diese Unregelmäßigkeiten bei der Leserwahl unterrichtet gewesen.

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