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03.01.2014   News
Ablenkung, Aufklärung, aparte Aufmachung
 
Ein Besuch der Klinik-Clowns ist nicht wirklich nach jedermanns Geschmack. Schon gar nicht, wenn man in einem Berliner Großkrankenhaus auf einen möglicherweise unangenehmen Befund oder einen bevorstehenden Eingriff wartet. Umso beruhigender könnte ein Griff zum von der Trurnit Gruppe aktuell neu gestalteten "gesund! Leben in Berlin"-Magazin wirken, mit dem die Klinkleitung der Vivantes-Gruppe ihre Patienten in den verschiedenen Krankenhäusern und kommunalen Pflegestationen anspricht. Zugegeben, ein informativer Hintergrundartikel über die Hormonkreisläufe im Körper, die diffizile Rolle der Schilddrüse und den oft unterschätzten Jod-Mangel sind nicht gerade das, was man gemeinhin eine leichte Bettlektüre nennen würde. Allerdings stehen Aufmachung, ernsthafte Ansprache und zeitgemäße Info-Grafiken für eine Seriosität, der man sich gerade im Medizin-Kontext gerne Glauben schenkt.

Vertrauen und Sicherheit

"Wenn man krank ist und sogar in einem Krankenhaus behandelt werden muss, dann sind vor allem zwei Dinge für die Genesung wichtig: Vertrauen und Sicherheit", schreibt Detlev Corsepius, Leiter der Stabstelle Medizinstrategie, Qualitäts- und Projektmanagement, in seinem "gesund! Leben in Berlin"-Editiorial. Und man möchte ihm gerne vertrauen, hat man doch ein 32-Seiten-Magazin in Händen, das verschiedene Zwecke erfüllt - allgemeine Information, Gesundheitsaufklärung, praktische Orientierung im Medizinbetrieb und den weit verzweigten Gebäudeflügeln der Krankenhausgruppe sowie natürlich auch ein wenig Ablenkung und Unterhaltung. All diesen Absichten wird "gesund!" vertauensvoll gerecht, was vor allem an der klaren Sprache, der frischen Optik, die allen "Krankenhausmuff" vertreibt, und der ausgewogenen Themenwahl liegt.

Natürlich hat ein fast Reportage-artiger Hintergrund-Bericht, der erklärt, was in den letzten Sekunden vor Operationsbeginn unter den grellen Lichtern vor sich geht, eine andere Tiefe und Nachdenklichkeit als ein allgemein und eher unpersönlich gehaltener Sach-Artikel über den Muskelaufbau. Und selbstverständlich wird im Heft nichts Ernstes verdrängt oder Unschönes unter den Teppich gekehrt - aber warum soll nicht ein Info-Stück über Tropenkrankheiten, gefährliche Stechmücken und die Notwendigkeit, sich anständig impfen zu lassen, nicht auch mal ein wenig wie ein gut illustrierter "Geo"-Artikel aussehen?

Preisgekrönt

Das Magazin der Vivantes-Gruppe wurde aktuell von den beiden Trurnit-Agenturen Medienwerkstatt Nord und der Publishers Factory aufgehübscht. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen. Es kommt auch bei Profis bestens an: Zuletzt gewann der Patiententitel, der vier Mal im Jahr in einer Auflage von 22.000 Exemplaren erscheint, den KlinikAward in der Kategorie "Bestes Klinikmagazin". Guter Lesestoff ist in Krankenhäusern meist Mangelware, und souveräne Markenpflege oft noch ein Desiderat. Mit "gesund!" kann man gut leben.

Rupert Sommer

Magazin & Werkstatt