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Deutschlands Konsumenten haben den Journalisten zufolge in Sachen Energiewende einen schweren Stand.
14.11.2013   News
Verbraucher sind Verlierer der Energiewende
 
Während Unternehmen von der Energiewende profitieren, zieht die nach Ansicht von Journalisten schlecht informierte Öffentlichkeit eindeutig den Kürzeren. Dies ist ein Ergebnis einer Studie von ECCO in Zusammenarbeit mit der Soziologiestudentin Quinta Quindillan Frances.

Kenntnisstand als mangelhaft eingestuft

Die Verbraucher haben aus Sicht der Befragten einen schweren Stand. Während sich die Journalisten als Informations-Elite sehen - über 90 Prozent bezeichnen sich als sehr gut, gut oder mittelmäßig informiert über die Energiewende - attestieren sie der Öffentlichkeit mangelhafte Kenntnnisse.

91 Prozent der Befragten finden, dass die Bevölkerung nicht über einen ausreichenden Informationsstand verfügt. Und diese schlecht informierten Konsumenten sind den Journalisten zufolge auch die Verlierer der Energiewende.

53,7 Prozent der befragten Journalisten sehen die Verbraucher im Nachteil. Auf der Gewinnerseite sehen sie Stadtwerke (64,5 Prozent) und dezentrale Energieversorger (76,5 Prozent). Ebenfalls auf der Seite der Gewinner steht 58 Prozent der Befragten zufolge die Industrie.

Technik-Skepsis auch unter Journalisten

Verbraucher und Journalisten stehen dabei gleich kritisch der Technik gegenüber, die für die Umsetzung der Energiewende nötig ist. Bei der Frage, welche Anlage Journalisten in ihrer Nähe haben möchten, wird deutlich, dass alternative Energiequellen am ehesten Zustimmung erhalten.

Solar- (84,7 Prozent), Wasser- (84,7 Prozent) und Windkraftanlagen (62,5 Prozent) erhalten breite Zustimmung. Für erneuerbare Energiequellen sind auch 61,4 Prozent bereit, mehr zu bezahlen. Eine knappe Mehrheit erreichen noch Biomasse- (51,1 Prozent) und Konverteranlagen (51,2 Prozent), aber Hochspannungsleitungen toleriert nur noch eine Minderheit (28,4 Prozent).

Neben der Skepsis an der nötigen Technik teilen die Journalisten auch die Ansicht der Bevölkerung, dass die Energiewende schlecht organisiert sei. 51,9 Prozent der Befragten stimmen mit "ja" zu, 30,9 Prozent mit "eher ja".

An der Umfrage beteiligten sich 530 Journalisten.

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