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News / Firmen messen Employer Branding meist an der Fluktuation
Kennzahlen zur Erfolgsmessung des eigenen Employer Branding werden geschätzt, aber zu selten eingesetzt, fand die defacto-Studie heraus.
07.11.2013   News
Firmen messen Employer Branding meist an der Fluktuation
 
Beim zunehmend populären Employer Brandung halten Unternehmen die Erfolgsmessung für äußerst wichtig. Aber zwischen Wunsch und Umsetzung der Maßnahmen klafft in vielen Unternehmen eine Lücke. Dies ist ein Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie von defacto und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

77 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits Employer-Branding-Maßnahmen durchgeführt. Dabei finden drei von vier HR-Manager die Erfolgsmessung anhand von Kennzahlen "wichtig" oder "sehr wichtig". Ein Drittel nutzt aktiv einzelne Kennzahlen für die Erfolgskontrolle und Steuerung von durchgeführten Aktivitäten zum Employer Branding.

Qualitativ vs. quantitativ

Mit Blick auf das Gesamtranking der einzelnen Kennzahlen nach Wichtigkeit zeigt die Studie, dass qualitative Kennzahlen wie das "Feedback von Mitarbeitern und Bewerbern" sowie das "Image" des Unternehmens für die HR-Manager am wichtigsten sind. Von geringerer Relevanz sind dagegen auf Social Media bezogene Kennzahlen, beispielsweise die "Anzahl der Fans auf Facebook", "Share of Buzz zur Arbeitgebermarke im Social Web" oder die "Anzahl der Follower auf Twitter".

Aus Sicht der HR-Manager werden drei quantitative Kennzahlen am häufigsten genutzt: die Höhe der Personalfluktuation (59 Prozent), die Kanäle, über die Bewerber auf eine Stelle aufmerksam wurden (57 Prozent) und die Anzahl der Bewerbungen pro Stelle (54 Prozent).

Wichtigkeit erkannt, Umsetzung verpennt

Problematisch ist allerdings, dass es eine Diskrepanz zwischen Wichtigkeit und Nutzung gibt. Auch wenn der Wunsch besteht, Kennzahlen für die Erfolgsmessung von Employer-Branding-Maßnahmen einzusetzen, erfolgt der tatsächliche Einsatz derer im Tagesgeschäft eher selten.

Für die Studie wurden 160 ausgewählte Personalleiter und HR-Manager aus mittelständischen und größeren Unternehmen befragt.

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