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Flexible Arbeitszeitmodelle haben teilweise (noch) einen schweren Stand.
07.11.2013   News
Inhaber-Agenturen können nicht ohne Freelancer
 
Immer mehr Agenturen setzen auf alternative Formen der Zusammenarbeit: Home Office, Freelancer, Crowdsourcing & Co. sind gefragt. Speziell kleinere bis mittlere Inhaberagenturen sind auf diese Alternativmethoden angewiesen, wie eine Umfrage des Agentur-Coachs Hans-Gerhard Kühn zeigt.

Themen wie Teilzeit, Home Office oder der Einsatz von Freelancern sind für kleine und mittlere Inhaber-Agenturen unumgänglich: so beschäftigten sich 60 Prozent dieser Agenturen intensiv mit einem oder mehreren dieser Themen, 35 Prozent tun dies immerhin am Rande. Unter den Netzwerkagenturen befassen sich jeweils 8 intensiv und 38 am Rande damit. 25 Prozent der Netzwerke setzen sich mit dem Thema gar nicht auseinander.

Freelancer sind in Networks sporadische Gäste

Hauptgründe für die Einführung dieser Arbeitsformen sind Kostenersparnis sowie die Erhöhung der Attraktivität für Mitarbeiter. Auch die Erweiterung des Leistungsspektrums gehört dazu. Hier weichen Netzwerk- und Inhaberagenturen kaum von einander ab. Im Einsatz von Freelancern hingegen werden die Differenzen deutlich. Inhaber-Agenturen setzen viel häufiger auf diese freie Form der Mitarbeiter: bei 45 Prozent sind Freelancer Teil der alltäglichen Praxis, 53 Prozent setzen sie sporadisch oder projektbezogen ein.

Unter den Netzwerkagenturen hingegen bauen nur 25 Prozent auf alltäglichen Einsatz von Freelancern, 63 Prozent holen sich aber gerne sporadisch oder projektbezogen welche an Bord. Der Blick in die Zukunft macht den Unterschied zwischen Inhaber- und Netzwerkagenturen noch einmal deutlich, was dieses Thema angeht.

70 Prozent der Inhaber-Agenturen planen keine Änderung im Einsatz von Freelancern in der Zukunft, 22 Prozent möchten dies sogar noch intensivieren oder neu einführen. Die Netzwerke planen zu 73 Prozent keine Änderungen, und 18 Prozent der Netzwerke  sehen sogar eine Reduzierung oder Abschaffung der freien Mitarbeiter in ihrer Zukunft.

Flexible Zeiten sind ungern gesehen

Auch in Sachen Teilzeit und Home Office wird deutlich, dass Inhaber-Agenturen diese alternativen Formen bevorzugen. 56 und 35 Prozent setzen alltäglich auf Teilzeit und flexible Arbeitszeiten sowie auf eine räumliche Entkopplung der Arbeit. Unter den Netzwerkagenturen sind es 35 und 19 Prozent. Letztere setzen diese Arbeitsformen eher sporadisch oder projektbezogen ein, und das deutlich häufiger als die Inhaber-Agenturen, deren Alltagspraxis von dieser flexiblen Arbeitsform durchzogen ist.

Hier klaffen die Zukunftspläne ebenfalls auseinander. 19 Prozent der Netzwerkagenturen haben vor, die räumliche Entkopplung der Arbeit in Zukunft zu reduzieren oder abzuschaffen, neun Prozent wollen sogar den Einsatz von Teilzeitkräften reduzieren.

Weniger Scheu vor flexiblen Modellen gefordert

In seiner Auswertung folgert Hans-Gerard Kühn, dass die Zahlen und Bemerkungen der Agenturen Teilzeit, Home Office und Co. als eher unliebsame Arbeitsmodelle darstellen. Sie seien häufig als problemhaft bezeichnet und von wenig Agenturen als Alternative anerkannt worden. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass in Sachen Projektgeschäft, wechselnder Auslastung und Kostendruck der intensivere Gebrauch dieser alternativen Arbeitsformen durchaus ertragreich sein könne.

An der Umfrage beteiligten sich 117 Personen aus 87 Inhaber- und 30 Networkagenturen, davon 71 Inhaber, Geschäftsführer, Manager und 46 operativ tätige Mitarbeiter. Von den Inhabern, Geschäftsführern, Managern stammen 55 aus Inhaber- und 16 aus Networkagenturen.
 

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