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01.10.2013   News
Verbraucher setzen auf ethischen Konsum
 
Verbrauchern ist schon lange nicht mehr egal, was sie kaufen: Konsumethik spielt eine große Rolle, mehr als die Hälfte setzt mittlerweile auf ethisch korrekt hergestellte Produkte. Dies ist ein Ergebnis der Trendstudie 2013 der Otto Group.

Die Zahl der Konsumenten, die häufig ethisch korrekt hergestellte Produkte kaufen, steigt stetig an. Waren es 2009 gerade einmal 26 Prozent, stieg die Zahl 2011 auf 41 Prozent. 2013 sind es schon 56 Prozent, und Aspekte wie Umweltfreundlichkeit (89 Prozent), fairer Handel (87 Prozent), regionale Herstellung (77 Prozent) und recyclebare Produkte (83 Prozent) gewinnen an Bedeutung.

Lebensqualität für sich und andere

Wichtig für die Verbraucher ist vor allem aber das soziale Element. So stimmen 92 Prozent der Aussage zu, dass ethischer Konsum für sie heißt, Produkte zu kaufen, deren Herstellung unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen erfolgte. Dabei sehen 97 Prozent auch eine Beteiligung der Unternehmen.

Sie sind überzeugt, dass ein Unternehmen dazu beitragen kann, die eigene Lebensqualität zu erhöhen, wenn es auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen achtet und Mitarbeiter fair behandelt. 95 Prozent stimmen auch der Aussage zu, dass ein Unternehmen durch stärkere Kontrolle der Zulieferer und Produktionsstätten sowie die Einhaltung von Arbeitsstandards die eigene Lebensqualität erhöhen kann.

Das Stichwort Lebensqualität ist auch ein starker Kaufmotivator. 60 Prozent kaufen ethisch korrekte Produkte, weil sie die eigene Lebensqualität erhöhen und 83 Prozent, weil sie damit die Lebensqualität anderer erhöhen.

Medien und NGOs sollen aktiver werden

Der Anreiz zur Konsumethik geht nicht ausschließlich vom einzelnen Konsumenten aus. Als Impulsgeber für ethischen Konsum werden Medien und NGOs wichtiger. So finden 22 Prozent der Befragten, dass diese beiden Instanzen zentrale Impulse setzen sollten, um das Thema Konsumethik für die Menschen attraktiver zu machen. 2009 waren es noch 12 Prozent und 2011 schon 19 Prozent.

Für die Otto-Group-Trendstudie wurden deutschlandweit 1.000 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren befragt. Die vollständige Auswertung ist online verfügbar.
 

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