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News / In Social Media ist Tee heiß und Kaffe kalt
Die meisten Kaffeemarken nutzen keinen Corporate Blog – bei Tees sieht das Ergebnis ähnlich aus.
23.09.2013   News
In Social Media ist Tee heiß und Kaffe kalt
 
Kaffee wird in Social Media nicht als Lifestyle-Thema wahrgenommen, sondern eher als emotionsloses Massengut. Hauptsächlich wird über Einkaufsmöglichkeiten und Zubereitung von Kaffee gesprochen. Tee hingegen ist ein "Liebhaberthema" und wird in einer deutlich positiveren Tonalität diskutiert. Dies ergab eine Studie des Monitoring-Anbieters Landau Media, der gemeinsam mit Nadja Amireh und Dominik Ruisinger 80 Kaffee- und Teemarken auf ihre Präsenz im Social Web untersuchte.

Die Studie zeigt zudem, dass die einzelnen Marken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Handel sowie in Print- und TV-Medien deutlich wahrzunehmen sind, aber bislang noch wenig auf Interaktion im Netz setzen.

Bei einer ersten Analyse der User-Freundlichkeit der einzelnen Websites führten Marken wie Amici, Tchibo und Melitta sowie Alnatura, Meßmer und Sonnentor. Sie könnten "mit klar verständlichen und markenadäquaten Corporate Webseiten überzeugen" und präsentierten unter anderem ihre Rohstoffe, Anbaugebiete und Herstellungsverfahren "besonders ausführlich und anschaulich", schreiben die Studienautoren. Sie bemängelten aber, dass die Unternehmensmitarbeiter zu wenig vorgestellt würden und auch die Kontaktaufnahme zum Beispiel mit Presseverantwortlichen schwierig sei.

Konzentration auf Facebook 

Im Social Web beschränkt sich laut der Studie der überwiegende Teil der untersuchten Marken auf eine Präsenz bei Facebook, fast keine Marke nutze YouTube professionell. Bei den Corporate Webseiten hätten die Marken viel nachzuholen. Informationen zum Anbau und den Produkten gebe es immer, aber Informationen zum Unternehmen, Gründern und Mitarbeitern meist nur sehr eingeschränkt. Die Facebook-Kanäle von Alnatura und Gepa präsentierten kontinuierlich die Philosophie der Marken, Jacobs Krönung und Senseo besetzten Themen auf ihren Facebook-Seiten sehr professionell.

Die Marken selbst legen viel Wert auf die Kommunikation ihrer CSR-Aktivitäten. Leider spiele das (bisher) für die Fans im Social Web kaum eine Rolle, bedauern die Autoren.

Besonders interaktiv hätten sich Illycaffè, Lebensbaum und Milford gezeigt. Sie kommunizierten gern mit ihren Fans und reagierten schnell und kompetent. Dabei ist das Potenzial auch für die anderen Marken groß. Die Netzgemeinde zeige großes Interesse an den untersuchten Kaffee- und Teemarken. Die Marken selbst versuchten auf den Onlinekanälen besonders Fair Trade und Bio als Diskussionsthemen in den Fokus zu rücken - bisher ohne übermäßigen Erfolg.

Für die (kostenpflichtige) Studie "Kaffee oder Tee - Muntermacher im digitalen Vergleich" haben die Studienautoren insgesamt 42 Kaffee- und 39 Teemarken aus dem deutschsprachigen Raum untersucht. Dazu wurden insgesamt mehr als 7.000 User-Beiträge zu den untersuchten Marken ausgewertet und analysiert.

Am 26. September präsentieren die Studienautoren ihre Ergebnisse auf einem Panel des Kommunikationskongresses in Berlin. 

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