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News / Internet läuft der Glotze nicht den Rang ab
Online Videos schauen á la YouTube ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der deutschen Internetuser.
19.09.2013   News
Internet läuft der Glotze nicht den Rang ab
 
Das Internet ist mittlerweile auf Platz drei der am längsten genutzten Medien gerückt. Mehr als drei Viertel der Deutschen surfen täglich im Netz, am liebsten schauen sie dabei Videos an. Dies ist ein Ergebnis der Studie "Mediennutzung 2013" von SevenOne Media.

Wer viel surft, schaut viel fern

Vor allem die so genannten "Digital Natives", junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, betrachten das Internet als festen Bestandteil des täglichen Lebens. Ein Viertel ihres Medienzeitbudgets, das sind 144 Minuten, verbringen sie im Internet, geringfügig mehr (146 Minuten oder 26 Prozent) entfallen auf das Fernsehen.

Die Internetnutzung raubt also dem TV keine Zuschauer - denn besonders diejenigen Nutzer zwischen 14 und 49, die überdurchschnittlich viel surfen, also 111,43 Minuten und mehr, sehen mit durchschnittlich 206 Minuten auch viel fern. Damit sitzen sie nur geringfügig weniger vorm Fernseher als Personen, die das Internet nur selten nutzen - bei denen liegt der Anteil der TV-Nutzung bei 210 Minuten.

Videos werden immer beliebter

TV bleibt allerdings auf Platz eins der am längsten genutzen Medien mit 205 Minuten im Schnitt, gefolgt von Radio mit 137 Minuten und schließlich dem Internet mit 115 Minuten. 77 Prozent der Deutschen nutzen das Internet täglich, wobei die beliebteste Form des Online-Medienkonsums die Nutzung von Videos ist. Über die Hälfte schaut regelmäßig Videos online an, und ein Sechstel guckt live im Internet Fernsehen.

Damit ist die Nutzung von Videos deutlich gestiegen. 2008 gaben 33 Prozent der Nutzer an, online Videos zu schauen - 2013 waren es schon 56 Prozent. Dennoch ist das Internet für die meisten immer noch für Kommunikation wie E-Mails und Chatten, sowie allgemeines Surfen und Shopping am wichtigsten.

Internet als Ersatz für analogen Alltag

Die Studie arbeitet hervor, dass das Internet vorrangig als Ersatz für analoge Aktivitäten fungiere. So stünden Kommunikation, Einkaufen, Online-Banking oder Telefonieren ganz vorne, während originär digitale Dinge wie Bloggen eher weniger frequentiert würden.

Trotzdem haben soziale Netzwerke innerhalb von fünf Jahren von 23 auf 59 Prozent an Bedeutung zugelegt, und in Newsgroups und Foren tummelt sich mittlerweile jeder zweite Nutzer (statt, wie vor fünf Jahren, jeder fünfte). Instant Messaging dagegen wird unbeliebter und ging von 31 aus 19 Prozent zurück.

Für die Studie wurden bevölkerungsrepräsentativ mehr als 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren telefonisch zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Mehr zum Thema im Netz:

SevenOne-Studie "Mediennutzung 2012"

Spiegel-Artikel zu steigendem Medienkonsum (Stand 16.01.2013)

 

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