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News / Nur jede fünfte deutsche Firma definiert ihre Arbeitgebermarke
Neben Dänemark und Österreich liegt Deutschland über dem europäischen Durchschnitt, was Employer Branding angeht.
28.08.2013   News
Nur jede fünfte deutsche Firma definiert ihre Arbeitgebermarke
 
Dänemark führt in Sachen Employer Branding: der europäische Vergleich zeigt, dass 25 Prozent der dänischen Unternehmen bereits eine Arbeitgebermarke definiert haben.  Der Durchschnitt für Europa liegt bei 17 Prozent - Deutschland befindet sich mit 20 Prozent knapp darüber. Dies ist ein Ergebnis einer internationalen Studie von index Strategisches Personalmarketing.

Ungefähr die Hälfte der europäischen Unternehmen bezeichnet die Mitarbeitergewinnung als wichtigen Faktor für den Unternehmenserfolg. Nur knapp ein Viertel der Befragten gestehen aber auch dem Personalmarketing einen hohen strategischen Stellenwert zu.

Darauf wirkt sich wiederum die Budgetplanung aus, denn diese verläuft bei 56 Prozent situativ, wird also dem aktuell anstehenden Personalbedarf angepasst. Über eine strategische Ermittlung des Budgets nach langfristigen Planungen verfügen nur 27 Prozent der Teilnehmer. Generell wird das meiste Geld immer noch für Stellenanzeigen im Print- und Onlinebereich sowie für Headhunter ausgegeben.

Nutzen von Social Media noch verkannt

In Deutschland nennen 59 Prozent die Online-Stellenanzeige als wichtigsten Kanal für die Mitarbeitergewinnung, gefolgt von Print-Stellenanzeigen und Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programmen mit jeweils 24 Prozent.

Während im deutschspachigen Raum Xing als eingesetzte Plattform vorne liegt, ist Linkedin in den anderen Teilnehmerländern bedeutender. Facebook wird dabei in Deutschland am stärksten bewertet. Twitter hingegen wird durch die Bank als bedeutungslos eingestuft. 

Jedes vierte deutsche Unternehmen wertet seine Personalmarketing-Maßnahmen aus. 24 Prozent betreiben Erfolgsmessung bei Online-Stellenzeigen, 16 Prozent bei Print. Social-Media-Aktivitäten kontrollieren gerade einmal fünf Prozent der deutschen Teilnehmer.

Probleme werden nicht behoben

Die Online-Kommunikation wird dabei stark vernachlässigt. Nur 19 Prozent der Befragten bieten informative Karriere-Websites als Maßnahme an, während 31 Prozent auf Stellenanzeigen und 28 Prozent auf Face-to-Face-Maßnahmen wie Präsenz an Hochschulen und Karriere-Messen setzen.

Firmen kennen ihre Schwachstellen: Die eigene Social-Media-Kommunikation werten 22 Prozent als verbesserungswürdig, und 19 Prozent sehen Optimierungsbedarf in der Employer-PR. Dabei werden aber nur 10 Prozent in den kommenden zwölf Monaten aktiv.

Index folgert, dass Europas Unternehmen umdenken und das Personalmarketing strategisch ausrichten sollten. Da deutlich werde, dass nach wie vor kurzfristig geschaltete Stellenanzeigen anstelle von strategischer Unternehmensführung an der Tagesordnung seien, sei hier ein Umdenken notwendig.

Mehr als 2.200 Personalverantwortliche aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Dänemark und Schweden nahmen an der Studie Teil.

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