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12.06.2007   News
Grüner Kampagnen-Journalismus
 
Wer in dieser Woche einen Blick auf den "Bild"-Titel geworfen hat, las folgende Schlagzeile: "10 x 1000 Liter Benzin zu gewinnen!" Zuvor hatte das Massenblatt erneute Bezinpreiserhöhungen als Stellvertreter der Autofahrer angeprangert. Nicht unbedingt im Einklang damit steht die ungewöhnliche Liaison, die im April für Aufmerksamkeit sorgte: Die Umweltschutz-Organisationen Greenpeace, World Wildlife Fund (WWF), der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die "Bild" ziehen an einem Strang.
Ziel der gemeinsamen Kampagne unter dem Motto "Rettet unsere Erde - ich mache mit!": Die Leser des Boulevard-Blatts sollen sich mehr Gedanken über Umweltschutz machen. "Das ist eine große Chance für uns, täglich rund zwölf Millionen Bundesbürger zu erreichen", sagte die Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens dem "Spiegel". Es folgten Titelgeschichten, Prominenten-Statements, eine "Bild"-Telefon-Aktion und der obligatorische "Bild"-Umwelt-Aufkleber. Inzwischen ist es darum ruhiger geworden.

"Not amused" über die Sprit-Aktion der "Bild" zeigten sich jetzt die Partner aus dem grünen Lager. Beim Verlag sieht man die Sache eher gelassen. Die Benzin-Geschichte sei auch immer mit Benzinspartipps garniert, eine Unterstützung seitens der Mineralölindustrie gäbe es nicht, die Redaktion bezahle das verloste Bezin selbst. Und überhaupt: Demnächst werde es eine weitere Runde der Umweltkampagne geben ? eine neue Mitmach-Aktion zur Rettung der Erde sei in der Pipeline. (pb)
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