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News / Big Data wird noch nicht in Geschäftsprozesse integriert
Ein beliebtes Framework für den Umgang mit großen Datenmengen ist Hadoop, das von einer Vielzahl großer Unternehmen eingesetzt wird.
08.08.2013   News
Big Data wird noch nicht in Geschäftsprozesse integriert
 
Wer auf Big Data setzt, kann sich allein durch das dadurch erworbene Zielgruppenwissen enorme Wettbewerbsvorteile schaffen. Die Umsetzung von Big-Data-Projekten bringt zudem neue Geschäftsmöglichkeiten sowie effizientere, kostengünstigere Organisation von Prozessen. Doch Konzerne sind noch nicht so weit. Dies zeigt die Studie "Big Data in Big Companies" von Thomas H. Davenport, finanziert vom SAS Institute.

Bessere Kommunikation nötig

Big Data bedeutet der Studie zufolge, dass organisatorisches Neuland betreten werden muss. Um Erfolg zu haben, müssten Unternehmen bereit sein, neue Skills, Führungsstrukturen, Technologien und Architekturen einzusetzen. Der Großteil der befragten Unternehmen stellt darum zusätzliche Data Scientists mit IT-Hintergrund ein, die im Umgang mit eben dieser Big-Data-Technologie bewandert sind.

Doch von 20 befragten Unternehmen koppelt noch keines die Datenanalyse mit sämtlichen Geschäftsprozessen - wie es Davenport eigentlich vorschwebt. So zeigt auch eine in der Studie zitierte aktuelle Umfrage: 70 Prozent der befragten 340 Firmen haben noch gar keinen Plan, wie sie mit ihren Datenmengen umgehen.

Ohne die Basisausstattung aus Datenarchitekturen, -qualität und Master Data Management Hubs hätten Unternehmen es schwer, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, schreibt hingegen Davenport. Auf dem Arbeitslevel sei es zudem von großer Bedeutung, dass Fachabteilungen und IT gut und eng zusammenarbeiten - nur dann brächten Big-Data-Projekte Erfolg. Die Bank of America habe sich beispielsweise für die so genannte "Big Data Ära" konsolidiert und umstrukturiert, mit verbesserter Kommunikation unter anderem zwischen IT-Spezialisten und Marketing.

Daten für alle Zwecke

Der US-Einzelhändler Macys.com setzt der Studie zufolge speziell für Kundenbeziehungen auf analytische Tools, darunter Personalisierung, Werbe- und Email-Zielgruppenansprache und SEO. Am Beispiel des Lieferanten UPS macht die Studie auch deutlich, dass Big Data eben nicht nur zur Sammlung von Zielgruppendaten dienen kann.

Der Paketdienst UPS ziehe seit 2011 durch eine Sensorentechnik täglich Daten aus seinen Lieferwagen, etwa deren Geschwindigkeit, Bremsverhalten und Leistung. Damit würden Routen umprogrammiert und Strecken sowie mehrere Millionen Liter Sprit gespart.

Für die Studie wurde unter anderem AIG, Bank of America, Caesars Entertainment, Carolinas Health Care, Dell, Fidelity, GE, Macys.com, Schneider National, Sears, UnitedHealthcare, UPS, Verizon und Wells Fargo zu ihrem Umgang mit großen Datenmengen befragt. Erstautor Thomas H. Davenport ist Gastprofessor an der Harvard Business School.

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Leitfaden der Bitkom: Was ist Big Data?

 

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