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15.07.2013   News
Finanzinfos? Lieber altmodisch als über Social Media
 
Die Österreicher interessieren sich nicht für Facebook - eine europaweite Umfrage der Ing-Diba zeigt, dass der Bereich Social Media in Österreich im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt liegt. Besonders in Finanzsachen hat man hier kein Vertrauen gegenüber dem Social Web.

Facebook interessiert kaum

Deutschland führt die Liste der Facebook-Desinteressierten an. 35 Prozent der Deutschen und 34 Prozent der Österreicher besuchen nie Facebook. Ein Viertel der Österreicher loggt sich immerhin mehrmals täglich ein, bei den Deutschen sind es noch weniger.

Im europäischen Durchschnitt fällt es für die beiden Nachbarländer blass aus:  Im Europaschnitt steigt nur ein gutes Fünftel nie in die das soziale Netzwerk ein, und jeder Dritte nutzt die Plattform mehrmals täglich. Ganz vorne ist die Türkei, wo sich mehr als die Hälfte mehrmals pro Tag einloggt.

Skepsis bei Finanzenfragen

In Sachen Finanzangelegenheiten auf Social-Media-Kanälen lassen viele der europäischen Befragten Vorsicht walten. Für 64 Prozent der Österreicher, 69 Prozent der Franzosen und fast drei Viertel der Luxemburger ist es undenkbar, ein Bankkonto per Social Media zu eröffnen.

Selbst Informationen über eine Finanzeinrichtung über soziale Netzwerke einzuholen ist für die Befragten unvorstellbar - 48 Prozent der Österreicher beispielsweise lehnen dies ab. Hinzu kommt, dass jeder zweite Österreicher sich gar nicht vorstellen kann, eine Beschwerde über ein Produkt oder den Service einer finanziellen Einrichtung via Social Media abzugeben.

Lieber Freunde fragen

Als Informationsquelle werden soziale Netzwerke in der Finanzwelt zu Gunsten der Ratschläge von Familie und Freunden regelrecht vernachlässigt. Wenn es um die Eröffnung eines Bankkontos geht, fragen 39 Prozent der Österreicher lieber in diesem persönlichen Kreis nach - 28 Prozent sagen dies auch über die Aufnahme eines Kredits.

Nur 4 Prozent würden sich zur Kontoeröffnung über Social Media informieren, 3 Prozent würden dies vor der Aufnahme eines Kredits tun. Hier schneiden die klassischen Medien noch ein wenig besser ab: Print, TV und Radio sind für 13 Prozent bei der Eröffnung eines Bankkontos eine relevante Informationsquelle und für 9 Prozent bei der Suche nach einem Kredit.

Die Umfrage bestätigt die Ergebnisse einer Ketchum-Pleon-Studie, die feststellte, dass kaum Dialog stattfindet auf den Social-Media-Kanälen der Finanzdienstleister.

Für die Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in 12 Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei) mehr als 11.000 Personen ab 18 Jahren befragt.

Mehr zum Thema im Netz:

Artikel: Wie Social Media die Finanzwelt verändert

Studie: Social-Media-Trends und der Finanzsektor

 

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