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Twitter ist schnell - aber nicht immer unbedingt schneller als Nachrichtenagenturen wie der Vergleich zeigt.
11.07.2013   News
Twitter kann Nachrichtenagenturen nicht das Wasser reichen
 
Twitter gilt unter Journalisten als Schnellzugang zu Informationen, vor allem, wenn noch kein Ansprechpartner vor Ort verfügbar ist oder nicht alle Informationen vorliegen. Doch grundsätzlich schneller als eine Nachrichtenagentur ist die Microblogging-Plattform nicht - dafür besticht sie durch Nischenbildung. Dies geht aus einer Studie der Universitäten Edinburgh und Glasgow hervor.

Mit seinem kurzen 140-Zeichen-Format und seiner weiten Verbreitung hat Twitter oft den Ruf der absoluten Schnelligkeit. Im Vergleich jedoch mit Medien, die dafür bekannt sind, schnell zu sein und die Agenda im täglichen Medienstrom zu setzen, zum Beispiel Reuters oder Newswire, wird diese Annahme entkräftet.

Weder Twitter noch die Nachrichtenagenturen sind der Studie zufolge immer schneller als der andere Dienst. Wenn Twitter einmal die Nase vorn hat, dann ist dies der Fall bei Sportereignissen oder Meldungen von Katastrophen. Das jüngste Beispiel hierfür ist der Absturz der Boeing 777 in San Francisco.

Mehrwert durch Nischenbildung

Deutlich werde, dass Twitter und traditionelle Nachrichtenagenturen jeweils charakteristische Stärken bei der Veröffentlichtung der Nachrichten haben, so die Auswertung der Studie. So würden auf Twitter selbst Nischen-Themen gemeldet, die ihren Weg in die klassischen Massenmedien nicht finden.

Das bedeute, dass hierdurch ein Mehrwert entstehen kann: Themen, über die man sonst wenig bis gar nichts hören würden, kämen so an die Nutzer. Außerdem würden lokalte Aspekte, die ebenfalls häufig untergingen, bewegende Weltnachrichten mit einem anderen Blickwinkel bereichern.

Für die Studie wurden 51 Millionen Tweets analysiert, die über einen Zeitraum von elf Wochen im Sommer 2011 veröffentlicht wurden. Diese Kurznachrichten haben die Wissenschaftler mit Nachrichten der traditionellen Medien BBC, CNN, Reuters und New York Times verglichen.

Mehr dazu im Netz:

Paper zur Studie

Glaubwürdigkeitsfaktoren in Tweets

 

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