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Ist eine umfangreiche Facebook-Präsenz Zeitverschwendung für unbekannte KMU?
09.07.2013   News
Facebook bringt unbekannten KMU nichts
 
Großunternehmen mit bekannten Marken sind meist schon allein wegen der enormen Kontaktmöglichkeiten bei Facebook aktiv. Doch für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt sich diese Präsenz oft kaum. Sie können meist bedeutend weniger von Facebook-Profilen profitieren. Dies geht aus einer Studie der Hochschule Fresenius in Köln hervor.

Problematisch sei besonders für unbekannte KMU, dass ihnen die Beziehung fehle: schließlich punkteten bekannte Marken eben durch die Erfahrung und das Engagement der Nutzer, die sich mit den Produkten und Dienstleistungen dieser Marken beschäftigen. Dieser Drang sei im Falle unbekannter KMU nicht gegeben - weshalb auch ein professioneller Facebook-Auftritt hier kaum etwas bewirken könne.

Lieber die eigene Website ausbauen

Um ein Image aufzubauen und einen Kaufanreiz herzustellen, sollten KMU der Analyse zufolge nicht auf Social Media setzen, sondern ihre Bemühungen von der virtuellen in die reale Welt verlegen. So sei der Aufbau einer Beziehung zum Unternehmen im realen Leben ausschlaggebend, konkrete Ansatzpunkte hierfür böten der Point-of-Sale, Messen, Ausstellungen sowie Direktwerbemaßnahmen mit der Möglichkeit zur Personalisierung.

Klassische Medien, speziell Printmedien, sollten weiter von KMU zur Steigerung ihrer Bekanntheit sowie Vermittlung eines prägnanten Profils genutzt werden. Anstatt also Facebook fruchtlos zu frequentieren, sollten sie ihr Engagement im Internet auf das Suchmaschinenranking und die Optimierung der eigenen Website fokussieren.

Facebook-Seite auf das Nötigste reduzieren

Dialog würde von Facebook-Usern geschätzt, doch nicht gegenüber KMU genutzt. Er finde nur statt, wenn man über die Unternehmen sprechen kann - das heißt, so die Autoren, dass KMU Social-Media-Monitoring betreiben sollten, um ersehen zu können, wann eine Diskussion entsteht, in die sie eventuell einsteigen können. Auch die Platzierung von Beiträgen und Blogeinträgen böte sich an.

Anstatt also auf die Entstehung von Dialogen auf Facebook zu hoffen, empfehlen die Autoren der Untersuchung, die Facebook-Präsenz als digitalen Flyer zu betrachten, wodurch sich die KMU auf das Wesentliche beschränken müssten: klare Strukturen mit einem überschaubaren Angebot an Informationen, darunter das Leistungsspektrum oder Produktangebot, das Team mit Fotos, die Kontaktdaten, der Firmensitz, eine freundliche Ansprache und die Verlinkung zur eigenen Website.

Zu beachten ist: Die Analyse von Prof. Dr. Frank Lasogga & André Taxacher basiert auf "morphologischen Tiefeninterviews" mit lediglich zehn Probanden.
 

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