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Stefan Kiwit, Geschäftsführer Exit Media
07.07.2013   News
"Die Grenzen zum Werbefilm oder Viral-Spot verschwimmen"
 
Auch nach der Verleihung der zweiten "PR-Klappe" im Juni ist das Genre "PR-Film" schwer zu packen, sind sich Juroren und Gala-Gäste über dessen Definition noch uneins: Was macht einen guten PR-Film aus? Wo unterscheidet er sich vom Werbefilm oder Viral-Spots? Wie ist der Status Quo, was handwerkliches Niveau und seine Rolle in der Kommunikation angeht?

"Die Grenzen zum Werbefilm oder Viral-Spot verschwimmen", sagt Stefan Kiwit, Geschäftsführer der Berliner Agentur Exit Media und Mitglied der Klappe-Jury: 

Die Anforderungen an einen PR-Film - sowie parallel auch an gute PR - verändern sich nicht zuletzt aufgrund des Umbruchs der gesamten Kommunikationsbranche massiv. Ein guter PR-Film muss sich heute sowohl an den veränderten Sehgewohnheiten der Zuschauer messen lassen als auch an einer effektiven Einsetzbarkeit in den verschiedensten Kommunikationskanälen. 

Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zum Werbefilm oder Viral-Spot, da die verschiedenen Agenturtypen damit begonnen haben im Teich der Anderen zu fischen. Hintergrund ist die rasant abnehmende Wirkung klassischer Werbung. War sie früher das Allheilmittel jeder Marketingabteilung sieht sie sich heute einer schwindenden - und gleichzeitig anspruchsvolleren - Zielgruppe im ehemaligen Leitmedium TV gegenüber. 

War Content früher noch King, so ist er heute King Kong. Marken lernen gerade erst, einzigartige Erlebnisse zu erschaffen, bei denen intelligentes Storytelling offen und transparent digitale und analoge Kanäle gleichzeitig bedient, da dies früher die Domäne der klassischen PR war. 

So stellen sich erfolgreiche Agenturen bereits jetzt darauf ein, ganzheitliche Strategien & Konzepte zu entwickeln, bei denen die Markenbotschaft und der Content fest miteinander verschmelzen. Dabei steigen einerseits die inhaltlichen und die handwerklichen Anforderungen an allen Ecken und Enden während sich andererseits der Fokus in der gesamten Unternehmenskommunikation verschiebt. Der Köder muss also mehr denn je einem zum Gourmet mutierten Fisch schmecken - nicht dem müde gewordenen Angler.

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