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News / Mode- und Möbelmarken sind Deutschlands Käuferinnen egal
Deutsche Verbraucherinnen verlieren im Marken-Wirrwarr oft den Überblick und entscheiden dann lieber aufgrund des Preises.
04.07.2013   News
Mode- und Möbelmarken sind Deutschlands Käuferinnen egal
 
Deutschlands Verbraucherinnen sind von der großen Vielfalt des Konsumgüterangebots überwältigt. Dies führt dazu, dass die Marken untereinander verschwimmen und die Markentreue abnimmt. Im Vordergrund steht dann nur der Preis. Dies geht aus einer Studie von FleishmanHillard in Zusammenarbeit mit Ipsos hervor.

Deutsche Konsumentinnen sind im internationalen Vergleich mit die zufriedensten. Besonders in den Sparten Schönheit (88 Prozent), Körperpflege (87 Prozent) und Technik (85 Prozent) haben die Verbraucherinnen wenig auszusetzen. Was einzelne Marken jedoch angeht, verlieren sie schnell den Überblick.

Markentreue schwindet

45 Prozent sind der Ansicht, dass die Auswahlmöglichkeiten überwältigend sind, weshalb die Wahl selten gezielt und eher zufälllig getroffen wird. Dies ist besonders der Fall bei Möbeln (93 Prozent), Mode (91 Prozent), Urlaub und Schmuck (je 82 Prozent).

Wenn Verbraucherinnen die Marken nicht mehr auseinanderhalten und das Angebot kaum überblicken können, wird der Preis zum wichtigsten Entscheidungskriterium. Mehr als die Hälfte der Befragten sagt daher, dass es relevant sei, den günstigsten Preis zu bekommen.

Dabei unterscheiden sich deutsche Verbraucherinnen von bespielsweise den Amerikanerinnen. Während sich in Deutschland 77 Prozent als Smart-Shopperin charakterisieren, tun dies 98 Prozent der Amerikanerinnen.

Hier hat auch besonders die Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen, denn 89 Prozent der amerikanischen Verbraucherinnen treffen Kaufentscheidungen seither bewusster als zuvor. In Deutschland stimmen nur 51 Prozent dieser Aussage zu.

Vertrauensfragen

Vertrauenswürdigkeit wird von deutschen Konsumentinnen großgeschrieben, sowohl bei der Markenauswahl als auch der Kaufentscheidung. So sollen Marken verlässlich (79 Prozent) und vertrauenswürdig (76 Prozent) sein. Ab und an darf auch es luxuriöser werden, besonders im Fall langlebiger Produkte aus den Bereichen Technologie (51 Prozent), Haushaltsgeräte (41 Prozent), Uhren und Schmuck (38 Prozent) sowie Autos (36 Prozent).

Das größte Vertrauen bei der Kaufentscheidung genießt dabei die persönliche Empfehlung. Hier setzen die deutschen Verbraucherinnen auf den Rat von Freunden oder Familie (67 Prozent) oder auf unabhängige Produktbewerter (63 Prozent).

Die Studie wurde mit 1.008 Frauen und (zu Vergleichszwecken) 503 Männern aus den USA durchgeführt. Zum internationalen Teil der Studie trugen je mindestens 750 Interviews mit Frauen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und China bei.
 

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