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News / Wie Energieversorger weltweit kommunizieren
Unternehmen wie der russische Energieriese Gazprom setzen auf Präsenz, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
02.07.2013   News
Wie Energieversorger weltweit kommunizieren
 
In Sachen Kommunikation und Serviceorientierung können sich deutsche Energieversorger bei ihren ausländischen Pendants eine Scheibe abschneiden. Dies zeigt eine Studie der Ludwig-Maximiliams-Universität München in Kooperation mit der Trurnit Gruppe, die unter anderem die länderspezifischen Kommunikationsstrategien untersuchte.

Servicevorbild USA


Energieversorger in den Vereinigten Staaten punkten mit hoher Serviceorientierung bei ihren Kunden. Hier werden Kunden zum Beispiel zu Hause von Beratern besucht, die vor Ort zeigen, wie man Energie sparen kann.

Das Servicecenter steht dort der Studie zufolge üblicherweise rund um die Uhr zur Verfügung, und die lateinamerikanische Bevölkerung wird in ihrer Muttersprache informiert. Innovativ: Stromausfälle werden auch mal schnell per SMS kommuniziert.

Mit Informationen punkten

Energieversorger in Norwegen und China setzen viel daran, die öffentliche Meinung zu Energiethemen zu schärfen. So nutzen norwegische Unternehmen beispielsweise die Empfehlungen von Mitarbeiten, um ihr Image in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Unternehmen in China setzen noch früher an bei der Werbung um Akzeptanz, nämlich im Kindesalter. Dort erfahren Kinder in der Schule alles zum Thema Energie über gesponserte Fachbücher und Museen.

Je größer das Format, desto besser?

Etwas großspuriger buhlen Energieversorger in Russland und Frankreich um Aufmerksamkeit. Die russischen Energieversorger verlassen sich auf Prunk, der Gazprom Tower in St. Petersburg sowie überdimensionale Werbung auf Gebäuden verschafft dort den Energiekonzernen Aufmerksamkeit.

Französische Unternehmen setzen auf ähnlich große Präsenz mit Transparenten an Häusern und Kränen, Plakaten und Metrostationen sowie an öffentlichen Plätzen, die der Studie zufolge durchweg positiv ankommen.

Sponsoring ist universell im Einsatz

Bei allen Unterschieden gibt auch viele Gemeinsamkeiten in den PR- und Marketingstrategien der Energieversorger. Alle Unternehmen zeigen beispielsweise Interesse und Verantwortungsgefühl für die Region durch die finanzielle Unterstützung von Sportwettbewerben, Schulen, sozialen Einrichtungen oder Umweltinitiativen.

Auch der Einsatz von interaktiven Instrumenten zur Kundenbindung sind weit verbreitet, darunter die Bildung eines Kundenbeirats, Social-Media-Kanäle wie Facebook und Youtube oder Blogs.

Die Autoren der Studie fassen die Schlüsselkompetenz zur Erzeugung von Aufmerksamkeit zusammen mit dem Satz "Kommuniziere klar, transparent und einheitlich in allen Kanälen und nutze Humor, Provokation und Interaktion."

Weiteres zum Thema im Netz:

Interview zu Social-Media-Strategien bei Energieversorgern

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