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News / Chinesische Firmen in der Schweiz positionieren sich schlecht
Farner und die ZHAW School of Management and Law zeigen mit ihrer Studie, dass chinesische Unternehmen in der Schweiz an ihrer Kommunikation arbeiten sollten.
27.06.2013   News
Chinesische Firmen in der Schweiz positionieren sich schlecht
 
Chinesische Firmen sind in der Schweiz in Sachen Kommunikation nicht aktiv genug, sagen Schweizer Medienschaffende. Die Unternehmen seien zwar um ihr Image besorgt, doch durch ihre schlechte Kommunikation nicht ausreichend integriert. Dies ergab eine Untersuchung der Kommunikationsagentur Farner in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law.

Positive Berichterstattung fehlt

Obwohl die Wahrnehmung der Öffentlichkeit stark durch die Medien geprägt ist, bestehen von Seiten der chinesischen Firmen keine ausreichenden kommunikativen Bemühungen, um in positivem Licht zu erscheinen. So widmete sich die Berichterstattung über chinesische Firmen im letzten Jahr mehrheitlich kontroversen Themen und war nur zu knapp einem Drittel neutral.

Schweizer Journalisten schätzen die Unternehmen als um ihr Image besorgt ein, doch gleichzeitig würden sie nicht genug Informationen zur Verfügung stellen, auch nicht im Internet.

Informationsangebot zu gering

Von den 59 chinesischen Firmen haben nur 43 einen Online-Auftritt, und nur 12 eine auf lokale Bedürfnisse zugeschnittene Website. Nur 5 von ihnen offerieren im Web Informationen in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch sowie in Englisch. Nur 17 der untersuchten Firmen bieten Informationen wie Geschäftsberichte, Medienmitteilungen oder Newsletter zum Download an.

Medienkontakt fällt mau aus

Auch die Kommunikation mit den Medienschaffenden lässt zu wünschen übrig: Nur 18 von 59 der untersuchten Firmen stellen auf ihrer Website Medienmitteilungen zur Verfügung. Gemäß ihrer Website besitzen nur 12 Prozent der chinesischen Firmen in der Schweiz eine Medienstelle, und gerade einmal 3 der Firmen leisten sich einen eigenen Medienkontakt. Zudem bemängeln Schweizer Journalisten den schweren Zugang zu den Unternehmenssprechern.

Journalisten empfehlen besseren Kontakt

Kulturelle Unterschiede und unzureichende Kommunikation führen den Schweizer Medien zufolge zu einer schlechteren Integration der chinesischen Firmen. Die Wunschliste der Medienschaffenden gegenüber chinesischen Unternehmen in der Schweiz wird angeführt durch den Wunsch nach mehr Unternehmensinformationen mit Bezug zu und Relevanz für die Schweiz, vorzugsweise in einer der Landessprachen.

An zweiter Stelle stehen gut aufbereitete Informationen über die Firmen, zum Beispiel Factsheets, Info-Grafiken oder Bildmaterial. Schriftliche, persönliche Kommunikation durch Medienmitteilungen oder Interviews und Hintergrundgespräche sind ebenfalls willkommen.

Für die Erhebung wurde eine  Analyse der Artikel großer Schweizer Tageszeitungen von März 2012 bis April 2013 sowie eine stichprobenartige Befragung von Schweizer Journalisten und chinesischen Firmen durchgeführt. Ergänzt wurde dies durch die Analyse des Onlineauftritts der 59 chinesischen Firmen mit Sitz in der Schweiz.

Weitere Informationen im Netz:

Studie zu kulturellen Herausforderungen für chinesische Unternehmen in der Schweiz

Handelszeitung über chinesische Firmen in der Schweiz

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