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News / Deutsche Firmen machen zu wenig aus ihrer Nachhaltigkeit
Toyotas Bemühungen um Nachhaltigkeit werden belohnt, das japanische Unternehmen führt ein Interbrand-Ranking der grünsten Automarken an.
13.06.2013   News
Deutsche Firmen machen zu wenig aus ihrer Nachhaltigkeit
 
Durch ihre Bereitschaft zu einer nachhaltigen Fahrzeugproduktion und durch die Invesition in innovative und grüne Produkte punkten Fahrzeughersteller offenbar bei Konsumenten: Toyota führt ein globales "Green Brands"-Ranking von Interbrand an, VW steht auch gut da.

Interbrand zufolge konnten sich diejenigen Unternehmen, die sich um Transparenz und klare Kommunikation bemühen, im Ranking steigern - darunter Toyota auf Rang 1 und Nissan als Aufsteiger, der 16 Plätze nach oben kletterte. Der deutsche Autobauer Volkswagen hat es auch in die Top 10 geschafft: die Wolfsburger liegen auf Platz 7.
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Doch nicht alle Marken erhalten für ihre Nachhaltigkeits-Anstrengungen auch die entsprechende Anerkennung. Nokia, Coca-Cola und der Telekommunikationsriese Cisco wirtschaften der Untersuchung zufolge zwar relativ nachhaltig, kommunizieren ihre Anstrengungen und Erfolge aber nicht ausreichend. Somit würden diese nicht genug wahrgenommen.

Marken wie McDonald's, Microsoft und Ikea hingegen schneiden in der Verbraucherwahrnehmung sehr gut ab - aufgrund ihrer großen Bekanntheit werden sie als nachhaltig wahrgenommen, auch wenn sie dies nicht unbedingt auf allen Ebenen erfüllen, wie Interbrand einschätzt.

Deutsche Marken müssen nachsitzen

Die Auswertung von Interbrand weist auch darauf hin, dass besonders deutsche Marken diesem so genannten "Gap" unterliegen. Sie arbeiten oft nachhaltiger, als es vom Konsumenten wahrgenommen wird, und verschenken so viel Potenzial. Eine Ausnahme: die Allianz hat es auf den ersten Platz bei den Finanzdienstleistern geschafft.

Während also Firmen wie Nissan, Ford, UPS und Nokia - die höchsten Aufsteiger des Rankings 2013 - Interbrand zufolge nachhaltig arbeiten und dies umfassend kommunizieren, verpassen viele deutsche Unternehmen den Anschluss. Vorbildlich sei beispielsweise Ford vorangegangen, der Autobauer habe Nachhaltigkeit zum zentralen Ziel der Unternehemensstrategie gemacht, heißt es in der Studie.

Für die Studie Best Global Green Brands 2013 wurden über 10.000 Konsumenten aus den zehn größten Märkten weltweit gefragt, inwieweit das Kriterium "Grün" ihre Konsum-/Kaufentscheidung beeinflusst und wie ihr Verständnis und ihre Wahrnehmung der "grünen" Aktivitäten der einzelnen Marken insgesamt ist.

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