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News / Zuviel Fisch im Schritt?
28.05.2013   News
Zuviel Fisch im Schritt?
 
Nordsee
Lüsterne Nonnen schwelgen im Afri-Cola-Rausch, der Davidoff-Mann räkelt sich in der Brandung, Anna Nicole Smith zwängt ihre Kurven in H&M-Dessous – wollte sich Nordsee mit ihrer „Fisch macht sexy...“-Kampagne tatsächlich in diese Sex-Sells-Klassiker einreihen?

„Nachdem wir uns im letzten Jahr als Alternative zu Burger, Currywurst und Pizza positioniert haben, konzentrieren wir uns 2013 stärker auf unsere Produkte. Diese bilden in Kombination mit natürlichen weiblichen und männlichen Körpern die Plakatmotive unserer neuen Kampagne. Schöne Körper stehen für Fitness und Vitalität. Eine ausgewogene Ernährung, bei der auch Fisch ein wesentlicher Bestandteil ist, trägt entscheidend dazu bei“, erklärte Franziska Schneidewind, Leiterin Marketing bei Nordsee, zum Kampagnenstart.

Wenn das der Plan war, dann ging er in die Hose. Fitness und Vitalität symbolisieren zwar die ebenfalls eingesetzten Sign-Flipper und den Fokus auf die Produkte bieten andere Motive, doch die Social-Media-Entrüstungscommunity („Bei einer nackten Frau ,Fisch macht sexy‘ auf der Höhe zu schreiben, finde ich mehr als gewagt“), stürzte sich auf die kopflos-sexuell inszenierten Motive der KMS-Kampagne. Von der Fachpresse setzte es einen „Flop der Woche“ („Horizont“), und das Label „fischige Sex-Offensive“ von W&V. Für Nordsee offenbar kein Grund zur Sorge: „Wir sind mit dem Ergebnis der Werbekampagne zufrieden, obwohl wir nicht nur Lob erhalten haben“, lächelt Nordsee-Chefin Hiltrud Seggewiß den Entrüstungssturm weg. „Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit für die Marke Nordsee zu erzeugen, und das ist uns gelungen“, betont sie. (hds)
 

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