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News / Topmanager finden Werbung zu teuer und zu wenig effektiv
In einer Faktenkontor-Studie äußern sich Topmanager kritisch gegenüber Werbung.
16.05.2013   News
Topmanager finden Werbung zu teuer und zu wenig effektiv
 
Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Top-Entscheider aus deutschen Unternehmen sehen eine wachsende Bedeutung des Marketings in den nächsten drei Jahren. In der Pressearbeit sind es 61 Prozent, in der Werbung hingegen nur 28 Prozent. Das sind Ergebnisse einer Studie des Faktenkontors mit dem "Welt-Entscheiderpanel". Mehr als jeder fünfte erwartet demnach sogar, dass die Bedeutung der Werbung für sein Unternehmen sinkt. 

Die Topmanager in Deutschland sehen die Wirkung der Werbung in ihren Zielgruppen skeptisch. Aus ihrer Sicht ist die Pressearbeit am besten geeignet, um Mitarbeiter, Finanzmarkt und wichtige Multiplikatoren zu erreichen und zu beeinflussen. Bei der Kundenansprache sehen sie das Marketing vorn.

Unklare Wirkung, hohe Kosten

Die befragten Entscheider sehen auch die Budgeteffizienz der Werbung kritisch. Weniger als ein Fünftel der Befragten bewertete die Werbung in diesem Aspekt als führend in den drei Kommunikationsdisziplinen. Dem Marketing billigen hingegen 39 Prozent der Befragten die höchste Budgeteffizienz zu, der Pressearbeit ein Drittel von ihnen.

Marketing steht für die Befragten für mehr Umsatz, Pressearbeit für Reputation: Werbung hat für die befragten Manager im Lösen wichtiger kommunikativer Herausforderungen nur noch eine nachrangige Bedeutung. Ob neue Medien wie Facebook oder Twitter, Erobern neuer Märkte oder das Verhindern von Vertrauensverlust bei Kunden – nirgendwo sehen sie Werbung als Lösung gesehen.

Für die kostenpflichtige Studie "Werbung verliert, Marketing erodiert, PR gewinnt" wurden Ende Dezember 2012 mehr als 180 Entscheider aus der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Faktenkontors zu Status und Strategie ihrer Kommunikation in den Bereichen Werbung, Marketing und Pressearbeit befragt. Die Erhebung erfolgte durch eine Online-Panel-Befragung des Entscheiderpanels der "Welt".

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