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News / "Es fehlt ein konzentriertes Ranking der Generalisten"
Mirko Kaminski, Achtung, Hamburg
25.04.2013   News
"Es fehlt ein konzentriertes Ranking der Generalisten"
 
Jahr ums Jahr scheiden sich die Geister an Gerhard Pfeffers Rangliste der PR-Agenturen, die in Deutschland am Markt sind: Fragmentierte Branche, mangelnde Vergleichbarkeit, methodische Fehler - vielen passt der Spitzenreiter nicht. Allein, eine Alternative ist weit und breit nicht in Sicht. Alle Versuche scheiterten.

Warum braucht die Branche ein Ranking? Inwiefern ist Pfeffers Ranking eine valide Vermessung der Branche - oder eben nicht? Führt es Kunden in die Irre - oder nimmt das Ranking Branchenneulinge an die Hand? Und wie sähe eine echte Alternative aus?, haben wir in unserem Rundruf gefragt.

Mirko Kaminski, CEO von Achtung, meint: "Mit Blick auf Kommunikationsarchitekten und -bauleiter gibt es solch konzentrierte Rankings noch nicht. Gemeint sind die Generalisten, die übergeordnete Lösungen und Ideen entwickeln um dann ihre Realisierung mittels Spezialisten zu steuern und koordinieren."


"Achtung! gehört zu den Top 10 der PR-Agenturen, zu den Top 25 der inhabergeführten Werbeagenturen, zu den Top 50 der Digitalagenturen, zu den Top 5 der Social-Media-Strategen,... Schön, aber auch kurios. Denn wir selbst denken gar nicht mehr in diesen Kategorien. Wir kleben auf unsere Ideen nicht die Etiketten 'PR', 'Werbung', 'Online' oder 'Direktmarketing'. Warum auch? Wir wollen doch einfach nur faszinierende Ideen und packende Storys entwickeln, die sich über Disziplinen und Kanäle erheben.

Früher fiel das Instrument Plakat klar in die Kategorie Werbung und Redaktionskontakt eindeutig in die Schublade PR. Heute reden wir eher über 'Paid Media', 'Owned Media' und 'Earned Media'. Und bei größeren Projekten ist von allem etwas drin, aber an der Spitze steht die faszinierende Idee. Welcher Disziplin sind die Projekte dann zuzuordnen? Für welche Award-kategorie einzureichen? Welchem Umsatzranking zu melden?

Auf der einen Seite gehen die früheren Disziplinen immer mehr ineinander über, was immer mehr Generalisten erfordert. Auf der anderen Seite bilden sich immer mehr Spezialgewerke heraus. Zum Beispiel Communitymanager. Die gab es vor drei, vier Jahren noch gar nicht bei uns. Und Spezialisten für facebook-Ads auch nicht. Und ob dieser zunehmenden Heterogenität der Fertigkeit und der Gleichzeitigkeit der Entwicklungen wächst der Bedarf nach Überblick und Orientierung.

Nun gibt es ja bereits allerhand Disziplinen- und Spezialrankings. Wer innerhalb bestimmter Gewerke die bedeutendsten Anbieter sind, kann jeder Auftraggeber anhand dieser Listen rasch feststellen. Nur mit Blick auf Kommunikationsarchitekten und -bauleiter gibt es solch konzentrierte Rankings noch nicht. Gemeint sind die Generalisten, die übergeordnete Lösungen und Ideen entwickeln um dann ihre Realisierung mittels Spezialisten zu steuern und koordinieren. Die muss man sich als potenzieller Auftraggeber bislang noch selbst zusammensuchen oder aber von Kundigen empfehlen lassen."

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