Please wait...
News / "Pfeffer leitet die Saison ein"
Matthias Bonjer, Zucker Kommunikation, Berlin
25.04.2013   News
"Pfeffer leitet die Saison ein"
 
Jahr ums Jahr scheiden sich die Geister an Gerhard Pfeffers Rangliste der PR-Agenturen, die in Deutschland am Markt sind: Fragmentierte Branche, mangelnde Vergleichbarkeit, methodische Fehler - vielen passt der Spitzenreiter nicht. Allein, eine Alternative ist weit und breit nicht in Sicht. Alle Versuche scheiterten.

Warum braucht die Branche ein Ranking? Inwiefern ist Pfeffers Ranking eine valide Vermessung der Branche - oder eben nicht? Führt es Kunden in die Irre - oder nimmt das Ranking Branchenneulinge an die Hand? Und wie sähe eine echte Alternative aus?, haben wir in einem Rundruf gefragt.

"Pfeffer zeigt eindrucksvoll, dass es nicht die bescheidenen Verbände der Branche sind, sondern ein einzelner Mann, der die Saison einleitet", kommentiert Matthias Bonjer, Geschäftsführer von Zucker Kommunikation in Berlin.


"Gerhard Pfeffer leistet einen wertvollen Beitrag, einer diffusen Branche Orientierung zu geben. Manches ist dabei kritisierbar, einiges bleibt im Nebel und das ein oder andere Kopfschütteln gehört alljährlich zum Ritual Pfefferscher Arbeit. Aber das ist gut so. Mit dem Ranking der Agenturkennzahlen wird die Kraft der Branche überhaupt erst deutlich. Besonders wertvoll sind neben den Gemengelagen der Top 10 der dicke Bauch der mittleren Agenturen und die aufstrebenden Newcomer.
 
Und Pfeffer zeigt eindrucksvoll, dass es nicht die bescheidenen Verbände der Branche sind, sondern ein einzelner Mann, der die Saison einleitet. Denn danach folgen die wichtigen Leistungsschauen, die sich Mitte Mai geradezu ballen: Der deutsche Preis der Onlinekommunikation, der PR Report Award und auch der ADC, der nun eine PR-Kategorie bekommen hat. Mit Pfeffer und der medialen Begleitung, dem Chor der Agenturpostings und den Flurgesprächen, wird der Blick auf das zurückliegende Jahr zum Ausblick auf das aktuelle Kundenrennen.

Aufgabe der Branchenmedien ist es nun, denjenigen die verkniffenen Augen zu öffnen, die damit arbeiten: Es gilt mit begleitender Berichterstattung das Ranking lesen zu lernen. Das ist nicht Aufgabe von Pfeffer.

Und dennoch könnte alles besser sein: Ideal wäre die Symbiose gewesen, die sich zwischen dem Ranking und dem Bewertungsportal Benchpark abzeichnete. Würden Kundenbewertungen, die die Agenturen auch pflegen und aufbauen (dürfen), die quantitativen Kennzahlen ergänzen, ergäbe sich eine ideale Wetterstation der Agenturbranche. Mit Vorbildcharakter für viele Kommunikationsindustrien. So haben wir mit dem Pfefferschen PR-Ranking ein Thermometer, wobei gelernt werden muss, dass viel Luftbewegung die gefühlte Temperatur eben auch absenken kann."

Magazin & Werkstatt