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Björn Eichstädt, Storymaker PR, Tübingen
25.04.2013   News
"Wer motzt, der etabliere bitte ein anderes Ranking"
 
Jahr ums Jahr scheiden sich die Geister an Gerhard Pfeffers Rangliste der PR-Agenturen, die in Deutschland am Markt sind: Fragmentierte Branche, mangelnde Vergleichbarkeit, methodische Fehler - vielen passt der Spitzenreiter nicht. Allein, eine Alternative ist weit und breit nicht in Sicht. Alle Versuche scheiterten.

Warum braucht die Branche ein Ranking? Inwiefern ist Pfeffers Ranking eine valide Vermessung der Branche - oder eben nicht? Führt es Kunden in die Irre - oder nimmt das Ranking Branchenneulinge an die Hand? Und wie sähe eine echte Alternative aus?, haben wir in einem Rundruf gefragt.

"Wer motzt, der etabliere bitte ein anderes Ranking, das es allen recht macht", kommentiert Björn Eichstädt, Managing Partner von Storymaker Agentur für Public Relations.


"Ein Ranking ist immer so gut wie das, was es misst ­ es ist nämlich ein simples Input-Output-Modell. Im Falle des jährlichen PR-Rankings von Gerhard Pfeffer ist das eben der Honorarumsatz, den eine PR-Agentur im vergangenen Geschäftsjahr gemacht hat ­ aufgefächert nach verschiedenen Tätigkeitsfeldern und Regionen.
 
Die vollkommen falsche Erwartung an ein solches Ranking, die ja alljährlich immer wieder aufs Neue lamentierend formuliert wird, ist es, etwas anderes aus dem Ranking lesen zu wollen als genau das: eine Auflistung der Agenturen nach Umsatz.
 
Und aus dieser Auflistung kann man ja schon Manches ableiten: Agenturen, die oben stehen haben einen guten Vertrieb, schreiben regelmäßig Rechnungen und setzen ganz offenbar viele oder honorarträchtige Projekte um. Ob diese gut oder schlecht sind, ob sie zur Zufriedenheit der Kunden abgewickelt werden und ob Kunden die Agentur auch weiter empfehlen würden; darüber sagt das Ranking nichts. Das ist aber auch nicht seine Aufgabe. Für derartige Auskünfte stehen idealerweise Referenzen zur Verfügung.
 
Wichtig scheint mir für die Beurteilung der Ranking-Qualität deshalb vor allem
eines: kein anderes Ranking hat es in den letzten Jahren geschafft, so kontinuierlich eine gute Übersicht über die PR-Szene in Deutschland zu bieten. Und das mit sehr geringem Personaleinsatz.
 
Andere Ansätze wie Qualitätsrankings sind immer sehr schnell wieder verschwunden ­ weil ihre Kriterien oft recht subjektiv waren und die großen Agenturen (mit der größten Szene-, Sponsoring- und Anzeigenmacht) nicht immer ganz so gut abgeschnitten haben.
 
Wer also motzt, der etabliere bitte ein anderes Ranking, das es allen recht macht. Solange das nicht geschieht (also noch sehr lange) freue ich mich jährlich über das Ranking von Gerhard Pfeffer - auch wenn wir als Agentur im einzigen Qualitätsranking, das der PR Report vor vielen Jahren veröffentlichte, deutlich besser dastanden, als heute bei Pfeffer."

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