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News / Junge Araber verlieren das Vertrauen in die Zeitung
Die Zeitung als Newsquelle nimmt in ihrer Bedeutung stark ab
22.04.2013   News
Junge Araber verlieren das Vertrauen in die Zeitung
 
Der Arabische Frühling vor zwei Jahren hat Hoffnung gebracht: drei Viertel der arabischen Jugendlichen blicken wieder positiv in die Zukunft, wie eine Befragung von ASDA‘A Burson-Marsteller zeigt: Sie fühlen Stolz für ihre Heimat, das Vertrauen in örtliche Regierungen steigt allmählich.

Die Medienkonsumgewohnheiten zeigen sich seit dem Arabischen Frühling stark volatil: Der Anteil der Jugendlichen, der - jeden Tag - Nachrichten saugt, liegt aktuell bei 46%, nach 52% im Vorjahr - und nur 18% im Jahr 2011.

Als Quelle haben die Tageszeitungen stark an Relevanz eingebüßt: Nur 24% der Jugendlichen bezieht Nachrichten aus der Zeitung, 2011 waren es noch 62%. Aktuell Spitzenreiter ist das Fernsehen mit 72% (2012: 62%, 2011: 79%). Social Media hat dagegen um 8 Prozentpunkte auf 28% zugelegt - und genießt nach TV und dem Internet (Websites) mehr Vertrauen als Zeitungen.

Insbesondere Social-Media-Quellen - hier: Blogs, Facebook oder Twitter - aus den eigenen Ländern und, dahinter, dem Nahen Osten werden gelesen. Quellen aus dem Westen spielen eine sehr untergeordnete Rolle.

Vertrauen in die Regierungsarbeit wächst langsam

Den Angaben nach sind 45% der Jugendlichen der Meinung, ihre Regierung arbeite transparenter als vor dem Umbruch, der 2010 seinen Anfang nahm. Die Regierung habe mehr Vertrauen verdient, meinen 72%. 60% sehen das Land auf dem richtigen Weg, 55% glauben zudem an eine positive Entwicklung der Wirtschaft.

Alltag wird positiver erlebt

Dieser Vertrauensgewinn in Wirtschaft und Politik lässt junge Araber ihren Alltag positiver erleben: Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) glauben, dass die jüngsten Entwicklungen zu einer Verbesserungen ihres Lebens beigetragen haben. 67 Prozent finden, dass es ihnen heute besser geht als noch vor zwei Jahren. Sorgenthemen dennoch: Angst vor sozialen Unruhen (82%) und steigende Lebenshaltungskosten (62%).

44% der befragten Jugendlichen sehen diese Unruhen, 43% die weiterhin mangelnde Demokratie als größtes Hindernis für eine weiter positive Entwicklung der Region. Im Vergleich zu 2012 sind diese Zahlen leicht gestiegen.

Hier gibt es alle Ergebnisse der Befragung auf Slideshare.
 

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