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News / Ethischer Konsum ist kein Antrieb für CSR
Ein seltenes Bild: Print ist bei der CSR-Kommunikation noch der Spitzenreiter.
19.03.2013   News
Ethischer Konsum ist kein Antrieb für CSR
 
Unternehmen werden nach eigenen Angaben nicht durch den Druck von Verbrauchern und Stakeholdern dazu motiviert, CSR-Aktivitäten anzupacken. Vielmehr kommt der Anreiz aus dem eigenen Verantwortungsbewusstsein gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Dies zeigt eine aktuelle Grayling-Pulse-Umfrage.
Intrinsisch motivierte CSR

Rund 31 Prozent der Befragten nennen das gesellschaftliche Verantwortungsbewusststein ihres Unternehmens als Hauptgrund für die Implementierung von CSR-Aktivitäten. Mitarbeitermotivation und gesetzliche Regelungen folgen mit 16,6 und 12,4 Prozent. Der Druck von Stakeholdern und kritischen Verbrauchern kommt erst an vierter Stelle mit 12,3 und 6,3 Prozent.
Dabei ist auch die Rolle von Medien, Mitbewohnern und Kunden verschwindend gering eingestuft worden. CSR wird also ungerne als Reaktion auf Kritik oder öffentliche Forderungen, sondern vielmehr als intrinsisch motivierte Aktivität angesehen.

CSR stärkt den Ruf - extern und intern

Eine auf CSR und Nachhaltigkeit bedachte Unternehmensstrategie ist nahe unumgänglich beim Aufbau und Erhalt des guten Rufs. Über 30 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die Unternehmensreputation positiv durch CSR-Aktivitäten beeinflusst.

Auch wenn der Druck von Mitarbeitern kaum als Impuls für CSR-Aktivitäten gesehen wird, hat das Verankern von CSR und Nachhaltigkeit sehr wohl einen positiven Effekt auf die Motivation der Mitarbeiter. Immerhin 17,7 Prozent der Befragten gaben hier an, dass CSR großen Einfluss auf die Beziehung zu den Mitarbeitern hat. Ähnliches gilt für die Stakeholder-Beziehung (meinen 15,5 Prozent), doch weniger Wirkung zeigen CSR-Aktivitäten aus Customer Relations (14 Prozent) und Marketing (8,9 Prozent).

Unterentwickelte Strategien

Auch wenn CSR hoch im Kurs ist, so lassen die Strategien und deren Verankerung der Umfrage zufolge zu wünschen übrig. Nur 15,8 Prozent der weltweit befragten Unternehmen verfügen über eine vollständig entwickelte Strategie. Für einigermaßen entwickelt halten 30,6 Prozent ihre Strategie, und ganze 26 Prozent verfügen über gar keine.
Doch selbst wenn eine CSR-Strategie vorliegt, so wird sie oft mangelhaft in der kommunikativen Gesamtstrategie verankert: nur 28 Prozent der Unternehmen mit eigener CSR-Stragie haben diese in ihre übergeordnete Kommunikationsstrategie eingebunden.
CSR ist Chefsache
Trotz der mangelnden Integration werden CSR- und Nachhaltigkeits-Aktivitäten jedoch keinesfalls auf die leichte Schulter genommen: in 44,7 Prozent der Unternehmen ist die treibende Kraft hinter diesen Aktivitäten der CEO selbst. Gleichzeitig widmen 37,4 Prozent der Unternehmen maximal ein Zehntel ihres Kommunikationsbudgets der CSR- und Nachhaltigkeits-Kommunikation.
Interessant ist übrigens, dass bei der Publikation von CSR-Berichten der Printsektor den Vorrang hat. Lediglich 12 Prozent verwenden Social-Media-Kanäle für die Kommunikation ihrer CSR-Aktivitäten.

An der quartalsweise stattfindenden Umfrage haben dieses Mal weltweit rund 1.300 Kommunikationsexperten teilgenommen, 200 davon aus der DACH-Region. Weitere Analysen und Daten sind über die Website von Grayling Pulse verfügbar.

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