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News / Heimspiel für Gerd Koslowski
Wechsel in Köln: Gerd Koslowski arbeitet ab April für den Warenhauskonzern Kaufhof
21.02.2013   News
Heimspiel für Gerd Koslowski
 
vom 1. FC Köln zu Kaufhof

Abpfiff beim FC: Nach etwa anderthalb Jahren hat Gerd Koslowski (Foto) die Fußballvereinslegende 1. FC Köln verlassen. Der passionierte Kölner kehrt zu seinen Wurzeln zurück: zu Kaufhof. Dem Vernehmen nach baggerte der Warenhauskonzern, ebenfalls in Köln ansässig, schon länger am Ex. Der Posten des Kommunikationschefs ist vakant, seit Stefanie Grüter jüngst zu Beiersdorf ging. Und bei Koslowski stieß Kaufhof – offensichtlich – auf offene Ohren.

Zunächst als Berater, später als Leiter Kommunikation und Medien hatte er dem 1. FC Köln professionelle Kommunikation antrainiert, für Mannschaft und Geschäftsführung, Trainerstab, in Richtung Fans und rund um die Themen Wirtschaft und Finanzen. Ruhe kehrte allerdings nie ein. Fluktuation im Verein, Wechsel in der Chefetage, zuletzt der Abstieg in die zweite Liga, der sich auch in der Vereinskasse niederschlagen dürfte. Dazu der bissige Boulevard, der seine Blätter beinahe täglich von der Herzenssache FC nährt.

Man trenne sich einvernehmlich, sagt Koslowski. „Mir erscheint es wichtig, dass die Kommunikation und Medienarbeit des 1. FC Köln auch weiterhin berechenbar und professionell bleibt“, sagte er und nahm „persönliche Gründe“ zum Anlass, sich mit dem Verein auf eine Vertragsauflösung zu einigen. Regulär wäre sein Vertrag erst im November 2013 ausgelaufen.

Im Versandhandels- und Warenhausgeschäft kennt sich Koslowski aus, insbesondere bei Kaufhof sitzen noch alte Bekannte: Pressesprecher Steffen Kern zum Beispiel, der seit Grüters Ausstieg interimsweise die Kommunikation führt; daneben ebenso Teile der Geschäftsleitung von Kaufhof.

Beim Abschied von Kaufhof, damals anno 2006, wurde kein Tischtuch zerschnitten. Koslowski ließ sich seinerzeit von der spannenden Umbau-Aufgabe KarstadtQuelle, später Arcandor, später pleite, locken – namentlich von Marc Oliver Sommer, seinerzeit Vize-Konzernboss und Chef der Versandhandelssparte. Beide waren früher gemeinsam für die Bertelsmann-Buchclubs tätig.

Wenn auch weniger flott gedribbelt wird als beim FC, Kaufhof bietet Herausforderung genug. Neue Online-Konkurrenten setzen Warenhäuser unter Druck, und die Kaufhof-Mutter Metro dachte bereits häufiger laut über einen Verkauf nach. Immerhin: Gerd Koslowski hat ab April wieder Heimvorteil.
 

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