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News / Im Greenwashing-Gegenwind
Vier Liter: Die Luftfahrtindustrie will nichtlänger als Spritverschwender dastehen.
21.02.2013   News
Im Greenwashing-Gegenwind
 
Mit Plakaten, Videos, Flyern und einer Internetseite verbreitet der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft seit Mitte Januar einen Claim, der Fluggästen das Gewissen erleichtern soll: Die „Vier-Liter-Flieger“. Der vom Verband unter Leitung von Ex-ZDF-Journalist Klaus-Peter Siegloch beworbene Kerosinverbrauch von 4 Litern bezieht sich auf den Verbrauch pro Passagier auf hundert Kilometern.

Doch damit erntete der Verband prompt scharfen Widerspruch. „Die Kampagne der deutschen Luftverkehrswirtschaft versucht, die Öffentlichkeit von den wirklichen Fakten abzulenken und das grüne Gewissen der Fluggäste trickreich zu beruhigen”, kritisiert Heiko Balsmeyer, Luftverkehrsexperte des Verkehrsclub Deutschland. „Flugzeuge heizen das Klima so stark auf wie kein anderes Verkehrsmittel.“ Laut Umweltbundesamt sei der Flugverkehr etwa fünfmal klimaschädlicher als die Bahn. Ein wichtiger Faktor dabei sei, dass Flugzeuge ihr CO2 hoch oben in der Atmosphäre hinausblasen. Das erwähnt der Verband in seiner Kampagne nicht. (hds)

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