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News / Pressesprecher adé?
Nico Kunkel
21.02.2013   News
Pressesprecher adé?
 
Digitaler Wandel Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufhörte: Das Aus für mehr als 100 Redakteure der „Westfälischen Rundschau“ scheint beschlossen, noch bevor wir die Pleiten bei „FTD“, „Frankfurter Rundschau“, „Prinz“ und „dapd“ überhaupt verdaut haben. Die veränderte Mediennutzung – dank des digitalen Wandels – lässt Geschäftsmodelle erodieren, die auf dem klassischen
Medienkonsum beruhen. Die Medien haben bislang kein Rezept, und sie riskieren gesellschaftlichen Bedeutungsverlust und Qualitätseinbußen – Gatekeeper, das war einmal. Zugleich haben Unternehmen heute so viele Möglichkeiten, ihre Zielgruppen anzusprechen, wie nie. Dabei wird Kommunikation komplexer, weil das Publikum dialogversessener, kritischer und ungeduldiger geworden ist.

Heißt für Pressesprecher: Eine zunehmend kritische Gesellschaft ist kaum noch bereit, diese als glaubwürdigen Repräsentanten des Unternehmens zu akzeptieren – man will „echte“ Akteure sehen. Und: In den Redaktionen brechen den Pressesprechern die Ansprechpartner weg. Presse- und Medienarbeit, früher die zentrale Aufgabe in der Unternehmenskommunikation, wird mehr und mehr an den Rand gedrängt.

Gefragt sind in der Unternehmenskommunikation stattdessen Redakteure, die intern Themen recherchieren, aufbereiten und versiert eigene Kanäle bereitstellen und darüber den Dialog mit den Zielgruppen aufnehmen können. Als interne Agentur wird die Unternehmenskommunikation Informationsflüsse innerhalb der Organisation lenken. Und statt selber vor die Kamera zu treten, wird sie andere Akteure im Unternehmen befähigen, trainieren und beraten.

Zukunftsmusik? Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Jahr 2013!
 

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