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Plan International Deutschland ist einem PwC-Ranking zufolge die transparenteste deutsche Spendenorganisation.
04.12.2012   News
Plan International ist die transparenteste Spendenorganisation
 
Die Hilfsorganisation Plan International Deutschland wurde Ende November mit dem Transparenzpreis von PwC ausgezeichnet. Den zweiten Platz teilen sich das Deutsche Komitee für Unicef sowie CARE Deutschland-Luxemburg. Die Bischöfliche Aktion Misereor belegte den dritten Platz.

Die Jury lobte Plan International vor allem für die vorbildliche Berichterstattung der Organisation über Ziele, Strategien und Erfolgsbilanz der Projekte. Sowohl auf den Internetseiten der Organisation als auch im Jahresbericht seien Maßnahmen übersichtlich dargestellt, Abschlussberichte informierten über Ergebnisse und Evaluation einzelner Projekte. Mitte November war Plan aus dem Spendenorganisationen-Transparenzranking der Zeitschrift Capital ebenfalls als Sieger hervorgegangen.
Die Vorreiter
Mehr als 95 Prozent der maximal erreichbaren Punkte erzielten (in alphabetischer Reihenfolge): Ärzte ohne Grenzen, Bischöfliches Hilfswerk Mieserer, Acre Deutschland-Luxemburg, Deutsches Komitee für Unicef, Kindernothilfe, Plan International Deutschland, World Vision Deutschland. Der Sonderpreis für kleinere Organisationen mit einem Spendenaufkommen von weniger als fünf Millionen Euro ging an Children for a better World.

Rund ein Drittel der am PwC-Ranking teilnehmenden Organisationen erreichte eine Spitzenbewertung von mindestens 90 Prozent der im Wettbewerb erreichbaren Punkte. Im Jahr 2010 galt dies erst für rund ein Viertel der Organisationen, 2008 nur für gut jede zehnte. "Zusammengefasst können wir sagen, dass die Organisationen heute weitaus offener, ausführlicher und nachvollziehbarer über relevante Fakten informieren, als dies zu Beginn des Wettbewerbs in 2005 der Fall war", sagte PwC-Vorstandssprecher Norbert Winkeljohann laut einer Mitteilung.
Wettbewerb soll Lerneffekt bringen
Ebenfalls positiv bewertete die Jury die wachsende Transparenz bei der Berichterstattung zu Bezügen von Vorständen, Beiräten und anderen Organen. Im Jahr 2012 legten fast 80 Prozent der teilnehmenden Organisationen zumindest die Gesamtbezüge offen, 2010 waren es erst gut 60 Prozent. Der Jury zufolge taugen hier erneut Ärzte ohne Grenzen, Care Deutschland-Luxemburg und das Deutsche Komitee für UNICEF als Vorbilder. Alle drei Organisationen veröffentlichen auch die individuellen Bezüge.

In Deutschland gibt es - im Unterschied zu anderen europäischen Ländern - keine verbindlichen Regeln für die Berichterstattung von gemeinnützigen Organisationen. Die 55 Wettbewerbsteilnehmer repräsentieren ein Spendenvolumen von mehr als 900 Millionen Euro und stehen damit für etwa ein Viertel des privaten Spendenaufkommens in Deutschland im Jahr 2011.

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