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29.10.2012   News
GPRA gibt DAPR-Anteile ab
 
Müller und Lüdeke vom PR Career Center steigen ein. Ende September hat der Agenturenverband GPRA seine Anteile am Weiterbilder DAPR verkauft. „Wir sehen Weiterbildung auf Dauer nicht als Aufgabe eines neutralen Verbandes“, sagt GPRA-Präsident Alexander Güttler auf Nachfrage. Zumal die DAPR als offizielles Prüfsiegel ausgedient hat; mittlerweile besteht mit der PZOK eine alternative Zertifizierungsstelle, die gemeinsam getragen wird von GPRA, DPRG und dem Bundesverband Deutscher Pressesprecher.

Die Käufer der DAPR-Anteile – und damit ab sofort größter Anteilseigner an der Akademie – sind Philip Müller und Thomas Lüdeke, die seit wenigen Jahren mit ihrer Personalberatung PR Career Center im Markt unterwegs sind. „Wir hatten zwei sehr attraktive Angebote vorliegen“, sagt Güttler, am Ende hätten sich die Mitglieder für einen Verkauf an Müller und Lüdeke entschieden.

Über die vergangenen Jahre hatte der Verband, der seit Übernahme der DAPR-Anteile der DPRG Mitte der 1990er-Jahre größter Anteilseigner war, in der Branche sukzessive weitere Anteile aufgekauft, um sie nun gebündelt veräußern zu können. Bis heute sind die Besitzverhältnisse an der DAPR aber zersplittert, viele Einzelpersonen und Agenturen sind noch im Boot.

Nach Dürreperioden für die DAPR freut sich Güttler wieder über steigenden Zuspruch und schreibt es auch der GPRA-Regie in den vergangenen Jahren zu, die DAPR wieder in die schwarzen Zahlen geführt zu haben, auch mithilfe von Müller und Lüdeke, mit denen die DAPR zuletzt bereits kooperiert hat.

Beide lösen Peter Gerlach als DAPR-Geschäftsführer ab, Gesellschafter des GPRA-Mitglieds Media Concept. Und sie gehen damit ins unternehmerische Risiko: „Die DAPR hat als renommierte Marke für arbeitgebernahe Weiterbildung großes Zukunftspotential“, sagt Lüdeke. Ab 2013 will er Weiterbildungen neben Frankfurt auch in München und Hamburg anbieten. Geplant sind neue Formate zu Social Media und zur „Persönlichkeitsentwicklung“ junger Kandidaten, die Arbeitgeber bisweilen zwar fachlich, aber nicht auf der persönlichen Schiene überzeugen könnten, so Lüdeke.

Reizen dürfte beide aber die Perspektive, ihr Geschäft als Personalfahnder mit der Weiterbildung koppeln zu können – insbesondere für Kunden, die ihrem PR-Personal bislang kein konsistentes Trainingsprogramm gewidmet haben.
 

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