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29.10.2012   News
Profis geben schlechte Noten
 
Euro-Krisenkommunikation. Ernüchternder Stimmungstest: Regierungen und Behörden in Europa gelingt es nicht, die Gründe für die aktuelle Krise – geschweige denn ein Bild für die Zukunft danach – zu kommunizieren. Dies sagen PR-Schaffende laut einer Umfrage des Beraternetzwerks InfiniteLatitude.

Rund 60 Prozent der Befragten widersprechen teilweise oder ganz der Einschätzung, die Verantwortlichen hätten die Gründe der Krise effektiv kommuniziert. Achtzig Prozent vermissen das Aufzeigen klar verständlicher Wege zur Lösung der Krise. Achtzig Prozent der Befragten widersprechen der Aussage, Regierungen und Behörden hätten ein nachvollziehbares Bild davon gezeichnet, wie ein künftiges, vereintes Europa nach der Krise aussehen sollte.

Ebenso zurückhaltend sind die Einschätzungen zu den Ergebnissen der Kommunikation. Siebzig Prozent glauben nicht, dass es gelungen sei, in der Öffentlichkeit nachhaltige Unterstützung für die bisherigen Rettungsmaßnahmen zu gewinnen.

Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone halten 17,5 Prozent der befragten Berater als großes Risiko für das eigene Geschäft. 55 Prozent verneinen dies und 27,5 Prozent sehen eine solche Situation als Chance für ihre Agentur. Lediglich 5 Prozent der befragten Agenturen haben bereits Vorkehrungen für ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone getroffen.

Bei knapp 31 Prozent der Befragten aus Agenturen hat sich die Euro-Krise bereits auf das Geschäft ausgewirkt, vor allem auf die Budgets (75 %), gefolgt von Neugeschäft (50 %) und die Mitarbeiter (25 %).

An der Umfrage haben 111 Berater und Unternehmenskommunikatoren aus 23 Ländern teilgenommen.

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