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News / Deutsche Chefs kennen ihre Führungsdefizite
Als negative Folgen der schlechten Führung nennen die Umfrageteilnehmer vor allem Demotivation, fehlende Zielerreichung und hohe Mitarbeiterfluktuation.
11.10.2012   News
Deutsche Chefs kennen ihre Führungsdefizite
 
Jeder zweite Top-Manager in Deutschland definiert Verantwortungsbereiche und wichtige geschäftliche Vorgänge gegenüber seinen Mitarbeitern und Kollegen nicht ausreichend. Diese Zahlen gehen aus einer Studie der Personalberatung LAB & Company in Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg hervor.

Dass dies demotivierend sein kann, ist jedem zweiten Chef klar. So gaben 51 Prozent der Befragten an, dass mangelnde Transparenz in der Führung zu Demotivation und Nichterreichen von Arbeitszielen führt. Dennoch lassen 44 Prozent ihre Beschäftigten über ihre Erwartungen, Ziele und individuelle Anforderungen oft im Unklaren. Die Autoren der Studie vermuten daher, dass es den Chefs an Verhaltensalternativen mangelt.

Zudem gaben die Befragten an, dass Führungskräfte nicht sagen was sie meinen (37 Prozent) und ihren Mitarbeitern nach gemachten Fehlern nicht den Rücken stärken (35 Prozent).
Demotivation häufigste Folge
Als häufigste Folge von Führungsfehlern nannten 87 Prozent der Arbeitnehmer eine eintretende Demotivation. Knapp 60 Prozent gaben an, dass durch Führungsfehler Arbeitsziele nicht erreicht werden. Einen direkten Zusammenhang mit auftretender Personalfluktuation sehen 42 Prozent. "Gute Mitarbeiterführung trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Umso fahrlässiger ist, wie groß hier die Defizite deutscher Manager sind", sagt Eberhard Nöfer, Professor für Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg.
Ziele gemeinsam formulieren
Ein Mitarbeiter muss das Gefühl vermittelt bekommen, einen Teil zum Erfolg beizutragen. Wenn er aber das Ziel nicht kennt, ist das schwierig. Jörn betont, dass die Motivation und der Einsatz von Mitarbeitern steigen wenn Ziele nicht von oben herab vorgegeben werden, sondern innerhalb der einzelnen Abteilungen gemeinsam im Team erarbeitet werden. "Wenn ein Arbeitnehmer das Unternehmensziel mitunter auch als persönliches Ziel wahrnimmt, steigt die Bereitschaft, für die Firma gute Arbeit zu leisten."

Für die Studie des 27. LAB Managerpanels der Personalberatung LAB & Company in Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg wurden 322 deutsche Manager nach den Führungsqualitäten ihrer Kollegen und dem der eigenen Vorgesetzten befragt.

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