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Die GPRA erteilt Ratschläge in Sachen Pitches
28.09.2012   News
GPRA prescht mit Pitch-Fibel voran
 
Die GPRA zeigt Initiative: Am Donnerstag versandte der Agenturenverband einen kleinen Wegweiser, bedruckt mit der schönen Titelzeile "Vom Suchen und Finden der richtigen Public Relations- / Kommunikationsagentur".

Mit ihrer Fibel informieren die GPRA-Chefs sachlich darüber, wie sie sich den optimalen Pitch vorstellen und gliedern entsprechend in "Vorbereitung", Ablauf" und "Auftragsvergabe". Sie äußern sich zu Bewertungskritierien für Agenturen, Vertragsgestaltung und Briefings. Im "Exkurs" äußert man sich kurz zum jungen Angebot der Pitchberatungen ("Vermeiden Sie hier Interessenskonflikte") und zu Aufwandsentschädigungen ("Üblicherweise liegen Pitchhonorare zwischen 3.000 und 5.000 Euro für kleine Pitchaufgaben, bis zu 30.000 Euro für internationale oder sehr komplexe Aufgaben").

Bewusst habe man die Fibel in gedruckter Form aufgelegt, heißt bei der GPRA. Denn sie soll insbesondere mittelständische Unternehmen erreichen – rund 1.500 Leitern Unternehmenskommunikation hat der Verband das Werk ungefragt in die Post gelegt. Man wolle "Berühungsängste abbauen", die vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen noch gegenüber professioneller PR bestünden, sagen Uwe Kohrs und Ion Linardatos, Mitglieder im GPRA-Präsidium, am Rande des Kommunikationskongress in Berlin. Sie wollen zudem Unternehmen Hilfestellung geben, die bislang noch keine Erfahrung mit systematischen Agenturauswahlprozessen haben.

So unterstellt das aufklärerische Büchlein Unternehmen eine geringe Erfahrung mit der optimalen Auswahl von Agenturpartnern – statt wie viele in der Branche zuerst von Überheblichkeit auszugehen oder der bloßen Absicht des Ideenklaus.

Gefühlt stieg der Ärger unter Agenturen jüngst, weil Unternehmen vermeintlich zunehmend mit dürren Briefings, schlechter Vorbereitung und unzumutbaren Rahmenbedingungen zu Wettbewerbspräsentationen laden – und bisweilen ganz auf Honorare verzichten. Die Branche fordert zumindest fairen Umgang miteinander. Unlängst hatte sich die GPRA mit dem durch Werber dominierten Verband GWA und Pitch-Beratern in Hamburg zusammengesetzt – erste Gespräche über einen möglichen Kodex zum Thema, bislang aber ergebnislos.

In Kürze soll die Fibel auch unter www.gpra.de zum Abruf bereitstehen.

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