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News / Kommunikative Prokura
Tanja Janz, 37, Social Media Managerin bei der Targobank
25.09.2012   News
Kommunikative Prokura
 
Ursprünglich war Tanja Janz Bauzeichnerin. Ihr Erststudium, BWL, schloss sie 2003 ab. Seit Juni ist sie wieder eingeschrieben, diesmal an der FH Köln. Aufbaustudium Social-Media-Manager, berufsbegleitend. Hauptberuflich ist sie Pressesprecherin, genauer: Senior External Communications Manager der Targobank in Düsseldorf.

„Ich fühle mich wohl im Social Web“, sagt die 37-Jährige. „Meines Erachtens ist die Begeisterung für Soziale Netzwerke keineswegs altersabhängig.“ Schon wenn sie morgens in der Bahn zur Arbeit fährt, nutzt sie Twitter als eine Art persönlichen Newsticker.

Seit 2011 bereichert das Social Web auch ihren Alltag als Communication Manager. Janz leitet das Social-Media-Team der Targobank. Neben Vertretern aus Marketing, Sponsoring und Personalabteilung gehören dem auch drei Kollegen aus dem Kundenservice an, die in Duisburg sitzen. „Einmal die Woche schalten wir uns zu einer Redaktionskonferenz zusammen.“ Wichtigste Spielfelder sind Facebook und Twitter. „Google+ haben wir im Visier“, so Janz. Auf Youtube finden sich zwar Marketing-Videos der Bank, einen eigenen Kanal betreibt sie dort aber aktuell nicht.

„Im Austausch mit der Community gilt das Prinzip der kommunikativen Prokura“, unterstreicht Janz. Das heißt: Die Kollegen handeln eigenverantwortlich – wenn auch nicht nach eigenem Gutdünken. Eine Social-Media-Governance und Guidelines stecken ebenso wie Questions & Answers den Rahmen ab. Und regeln Details wie die Ansprache: das legere Du nur für bestimmte Zielgruppen, häufiger das seriöse Sie.

Zum Einstieg in Social Media griff die Bank auf die Expertise ihrer PR-Agentur Klenk & Hoursch zurück. Das Team wurde geschult, Ziele umrissen: Bekanntheit der Marke erhöhen nach der Umbenennung von Citi- in Targobank, Arbeitgeber-image aufbauen, Kundenkontakte herstellen und vertiefen. Aktuell definiert die Bank Key Performance Indicators für ihre Social-Media-Aktivitäten. Und sie überlegt, weitere Kanäle im Netz zu installieren. „Das hätte den Vorteil“, so Janz, „dass wir uns dort nicht den Regeln von Facebook, Twitter & Co. zu unterwerfen brauchen.“
 

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