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News / Siegel haben kaum Einfluss auf Lebensmittelkauf
Im Vergleich mit anderen Branchen gelten Lebensmittelproduzenten als vertrauenswürdig
19.09.2012   News
Siegel haben kaum Einfluss auf Lebensmittelkauf
 
Preis und Qualität sind - bei nicht vorgegebenen Antworten - die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Lebensmitteln, wobei die Rangfolge deutlich von der Schichtzugehörigkeit der Befragten beeinflusst wird. Dies ergab eine Studie im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.
Stellenwert des Vertrauens
Vier von fünf Befragten geben an, dass ihnen Vertrauen beim Kauf von Lebensmitteln wichtig oder sehr wichtig ist. Damit nimmt es über alle Milieus hinweg einen sehr hohen Stellenwert ein.

Zwar genießt die Lebensmittelbranche von den deutschen Branchen bei allen Schichten das größte Vertrauen, dennoch stehen knapp 60 Prozent dieser kritisch oder neutral gegenüber.
Siegel als Kaufkriterium
Knapp mehr als ein Drittel der Befragten (36%) gibt an, dass Siegel ein wichtiges Kriterium beim Kauf sind. Damit haben (staatliche) Siegel auf die Förderung des Vertrauens in die Unternehmen selbst einen vergleichsweise geringen Einfluss und belegen noch hinter der Informationsquelle "Medienberichte" den letzten Platz.

Stattdessen zeigen Verbrauchertests und freiwillige Kontrollen durch unabhängige Institute einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Vertrauenswirkung. Darüber hinaus fordern die Befragten mehr Transparenz in der Herstellung sowie in Bezug auf Inhalts- und Zusatzstoffe von den Unternehmen.
Skandale verpuffen oft
Lebensmittelskandale rufen zwar vergleichsweise große Betroffenheit hervor, hätten aber meist nur zu einer kurzfristigen Verhaltensänderung geführt, schreiben die Autoren der Studie. Unabhängig von der Schicht würden nur sehr wenige Befragte die Lebensmittel, die einmal in einen Skandal verwickelt waren, gar nicht mehr kaufen.

Die Befragten vertrauen negativer Medienberichterstattung (65 %) eher als positiven Meldungen (50 %). Mehr als die Hälfte der Befragten (55 %) gibt an, sich im Internet über Lebensmittel zu informieren.

Die Studie ist gegen eine Schutzgebühr von 75 Euro (netto) bei der Agentur taste! oder bei der DLG erhältlich.

 

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