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Timo Sieg und Vivian Stürmann
13.09.2012   News
Timo Sieg steigt bei Düsseldorfer Agentur Zeron ein
 
Mit voller Mähne und Bart kehrt Timo Sieg, ehemals Europa-Chef beim PR-Riesen Ketchum Pleon, aus der Versenkung zurück: Ab sofort agiert er als Senior Partner bei der kleinen Düsseldorfer Agentur Zeron, die vor rund einem Jahr von Vivian Stürmann gegründet wurde.

Beide trafen erstmals beim Düsseldorfer Institut IFAM aufeinander, wo Sieg als Berater unterwegs war und Stürmann ihre Laufbahn begann. Sie habe mit ihm einen "Strategen und Branchenkenner an der Seite, der sich in der nationalen und internationalen PR-Welt bestens auskennt und exzellent vernetzt ist", sagt Stürmann, deren Kunden bislang allerdings überwiegend aus Deutschland kommen, darunter: Krombacher, Schweppes, Kikkoman, Kamps, Lieken, das Telekommunikationsunternehmen Tele2 und der Bundesverband Glasindustrie, für den Stürmann jüngst eine Recycling-Kampagne anschob.

Viele ihrer Kunden hat Stürmann schon eine ganze Weile länger an der Hand: Vor fast zehn Jahren baute sie für die ehemalige Cayenne Werbeagentur eine PR-Mannschaft auf. Als Cayenne Anfang 2011 im japanischen Werbe-Netzwerk Dentsu (mittlerweile in Deutschland macgarrybowen) aufging, quittierte sie den Dienst zugunsten der eigenen Firma. In den kommenden Wochen und Monaten folgten Kunden und Mitarbeiter zu Zeron.

Hauptgeschäft ist klassische PR- und Pressearbeit, auch andere Dienste wie Konzept, Digitales oder Kreatives bietet Stürmann an, teils in Koop mit der Werbeagentur Rookie, die wie Zeron in den loftigen Düsseldorfer Schwanenhöfen haust (und sich aus ehemaligen Cayenne-Leuten rekrutierte).

"Für mich ist Timo Sieg ein ganz wichtiger Sparringspartner. Ich will mit ihm zusammen die Agentur weiterentwickeln und gern auch wachsen", sagt Stürmann. Operativ will sich Sieg nicht mehr einbringen, nur als Ausnahme Kunden beraten. In den kommenden Monaten will Sieg seine Beteiligung an Zeron auf bis zu 25 Prozent erhöhen. "Vor einem Jahr hätte ich kaum gedacht, wieder in der PR-Branche in Erscheinung zu treten", sagt Sieg. Er wolle lieber als Unternehmer wirken und mit Leute arbeiten, die er schätze. Nach der kräftezehrenden Phase in Diensten des Netzwerks hat er offenbar auch sein Privatleben wieder in ruhigere Bahnen lenken können - familienfreundlichere, wie Sieg durchblicken lässt. Sieg hat drei Kinder.

Neben dem neuen PR-Standbein, "einem sehr wichtigen", unterhält Sieg mittlerweile eine Beteiligungsfirma, unter deren Dach er Anteile an weiteren Unternehmen bündelt: eine Münchner Software-Firma, ein stahlverarbeitender Betrieb am Niederrhein sowie eine Unternehmung, die derzeit den Aufbau eines System-Gastro-Konzepts betreibt.

Sein Abschied von Ketchum Pleon vor rund einem Jahr war vergleichsweise kühl, ein paar Monate nachdem Pleon mit Ketchum zusammenging. Sieg übergab damals an den neuen Europa-CEO David Gallagher. "Ich bin immer ein interessierter Beobachter der Branche", antwortet Sieg auf seine ehemalige Agentur angesprochen. "Die Agentur hat ja turbulente Zeiten erlebt. Aber im vergangenen Jahr ist es dort erfreulich still geblieben."

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