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News / DIHK bekräftigt Nein zu CSR-Berichtspflicht
Je größer die Unternehmen sind, über umso größere Kapazitäten verfügen sie und umso mehr übernehmen sie gesellschaftliche Verantwortung, ergab eine DIHK-Umfrage. CSR-Berichtspflichten lehnt der DIHK jedoch ab.
29.08.2012   News
DIHK bekräftigt Nein zu CSR-Berichtspflicht
 
Fast jedes Unternehmen (98%) mit mehr als zwanzig Mitarbeitern engagiert sich nach eigener Einschätzung weit mehr als es vom Gesetzgeber gefordert wird. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage des DIHK. Im Falle einer Berichtspflicht, so der DIHK, würden viele Unternehmen ihr Engagement zurückfahren.

Im Vorfeld des am Donnerstag stattfindenden Treffens des "Nationalen CSR-Forum", einem Beratungsgremium für das Arbeitsministerium, bekräftigen die IHKs ihre Haltung gegen eine gesetzliche Berichtspflicht, wie sie von der Europäischen Kommission geplant wird.
Weichere Instrumente bevorzugt
Der möglichen Einführung von CSR-Berichtspflichten geben die Unternehmen mit 3,9 die schlechteste Note im Vergleich von fünf Instrumenten, mit deren Hilfe die EU CSR stärker vorantreiben will (Skala von 1 bis 5). Auch den Plan der EU-Kommission, soziale und ökologische Kriterien stärker in das öffentliche Auftragswesen einfließen zu lassen, lehnen die Unternehmen eher ab (Bewertung: 3,5). Lediglich eine intensivere Aufklärung des Verbrauchers zu Fragen des nachhaltigen Konsums stößt bei den Unternehmen auf Zustimmung (Bewertung: 2,4). Der Verleihung von CSR-Preisen vergeben die Unternehmen mit 2,9 die zweitbeste Bewertung.
Aufwand wird beklagt
Knapp jedes fünfte Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern und jedes vierte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten berichten derzeit über ihre nachhaltigen Aktivitäten - "in unterschiedlicher Intensität" wie der DIHK schreibt. Durch neue Berichtspflichten zu ihrem gesellschaftlichen Engagement sähen sich die Unternehmen beeinträchtigt: Rund drei Viertel der Unternehmen führen als Grund einen spürbaren hohen bürokratischen und finanziellen Aufwand an. Neue Berichtspflichten würden sich zudem kontraproduktiv auf die Motivation der Unternehmen auswirken: Mehr als jedes fünfte Unternehmen würde in dem Fall sogar sein Engagement zurückfahren.

"Gesetzliche Berichtspflichten engen die CSR-Vielfalt ein und widersprechen dem Grundgedanken des gesellschaftlichen Engagements", warnt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks laut einer Mitteilung.

Der DIHK hat 2.000 Unternehmen aus Industrie (29%), Bauwirtschaft (vier%), Handel (20%) und Dienstleistungen (47%) befragt.
 

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