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Edelman bleibt die größte PR-Agentur der Welt (Quelle: Holmes Report)
23.07.2012   News
MSL Group kassiert Burson-Marsteller
 
Edelman bleibt die weltweit größte Agentur für Public Relations. Das geht aus der aktuellen Auflage des globalen Umsatz-Rankings von PR-Journalismus-Legende Paul Holmes hervor, der die Honorar-Umsätze fürs Jahr 2011 ausgewertet hat. Eine bemerkenswerte Verschiebung gab es auf den Plätzen vier und fünf - wo die Publicis-Tochter MSL Group die amerikanische Agentur Burson-Marsteller überholte.

An der Spitze übersprang Edelman die 600-Mio-Dollar-Hürde (614,9 Mio Dollar). Auf den Plätzen finden sich WeberShandwick (590 Mio Dollar), Fleishman-Hillard (520 Mio Dollar) und MSL (474 Mio Dollar). Unter den Top-10-Agenturen legten Edelman (+15,7%), WeberShandwick (+12,4%), MSL Group (+13,4%) und Ogilvy PR (+12% auf 280 Mio Dollar, Platz 8) mit zweistelligen Raten zu. Vor allem MSL hatte im Jahr 2011 ordentlich zugekauft, darunter die US-Tech-Agentur Schwartz Communications und die führende polnische PR-Firma Ciszewski PR. Die aktuelle Akquisition von CNC in Deutschland ging indes noch nicht in die neuen Zahlen ein.

Zwar geben die globalen Netzwerke im Ranking den Ton an, von denen die allermeisten zu den börsennotierten Holdings gehören. Inhabergeführte Agenturen aber - dazu zählt auch Edelman - meldeten Holmes im Schnitt mehr als 10 Prozent Wachstum, während die Holdings für ihre PR-Töchter nur rund 6 Prozent Wachstum angaben. Insgesamt steigerte sich die globale PR-Wirtschaft um 8 Prozent.

Die größte Agentur mit Hauptsitz in Deutschland ist diesem Ranking zufolge die Berliner Agentur Media Consulta, die gut 124 Mio Dollar Honorarumsatz und ein Wachstum um 13 Prozent anmeldete. Sie rangiert auf Platz 15. Dahinter übertraf fischerAppelt (Rang 35, Rang 36 im Vorjahr) in diesem Jahr die Strategieberatung Hering Schuppener (Rang 36, Rang 33 im Vorjahr). Alle 250 ausgewerteten PR-Agenturen weltweit gibt's hier im Überblick.

Daten-Management und Marktforschung seien zunehmend fürs Wachstum von Public Relations und Public Affairs von Bedeutung, so WPP-Boss Martin Sorrell in einem Statement. Daneben treiben die neuen digitalen Medien und boomenden Märkten wie Latein-Amerika, Asien, Afrika oder Osteuropa das Wachstum, wo PR allerdings vielfach noch nicht zum Standard im Kommunikationsmix gehöre. Die große Herausforderung bleibe weiterhin, so Sorrell, die besten Leute zu finden - und sie vor allem bei der Stange zu halten.

Ähnlich dem deutschen Pfeffer-Ranking dürften auch in Holmes' Rangliste Unschärfen existieren, da Abgrenzungen zwischen Einnahmen aus Werbung und PR oft nicht gegeben sind. Das erschwert die Vergleichbarkeit.
 

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