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Frisch eingezogen: Eva-Maria Kirschsieper und Gunnar Bender in Facebooks Botschaft
28.06.2012   News
„Ich bin hier der Erklärbär für Social Media“
 
Abseits des Touri-Trubels auf dem Pariser Platz, im Schatten von Brandenburger Tor und Adlon, zwischen französischer Botschaft und Starbucks: Hier hat die Facebook Botschaft Berlin in zwei bescheidenen Räumen Quartier bezogen. „Botschafter“ Gunnar Bender und seine Kollegin Eva-Maria Kirschsieper bewirten Gäste auf der grünen Couch mit Kaffee und Keksen. Der Sofa-Platz ist noch warm, offenbar von Vorsitzer Jo Groebel. An der Pinnwand gegenüber haben sich erste Besucher verewigt, etwa TV-Mann Cherno Jobatey und Internet-Guru Ibrahim Evsan – links daneben glänzt aber noch viel Weißraum.

Bender hat die Botschaft erst im April eröffnet, parallel startete eine Facebook-Seite, eine Art Dialogangebot, das inzwischen gut 1.000 Fans angelockt hat. Nicht überragend – aber Bender will nichts überstürzen, sondern den Austausch gedeihen lassen. Die große PR-Offensive unter seiner Regie wird es nicht geben.

Stattdessen Basisarbeit: „Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, Social Media noch nicht. Daran wollen wir arbeiten“, sagt er. Er sucht vor allem das bilaterale Gespräch, sitzt auf Podien, hat unlängst mit US-Kollegen ein paar Bundesminister abgeklappert. „Ich bin hier der Erklärbär für Social Media. Politik und Verwaltung haben mit mir nun ein deutsches Gesicht bei Facebook, um ihre besonderen Themen direkt ansprechen zu können“, so Bender, der damit Pressefrau Tina Kulow entlastet. Sie hatte in der Vergangenheit oft diese Lücke füllen müssen.

„Wir brauchen eine generationsübergreifende Förderung von Medienkompetenz in Deutschland, die mündige Nutzer hervorbringt“, sagt Bender auf die Frage nach seinen Themen. Eine Initiative ist geplant, die Lehrer unterstützt, die mit sozialen Medien arbeiten. „Es gibt natürlich Menschen, die Berührungsängste mit Facebook haben – obwohl sie es teils nie selbst getestet haben“, Aufklärung wird die Emotion dämpfen, die die Debatte um Facebook vernebelt, hofft Bender.

„Es gibt sehr unterschiedliche Stimmen, die sich in der Diskussion um soziale Netzwerke zu Wort melden. Es liegt in unserem Interesse, dass möglichst viele auch gehört werden.“ Ein erstes Format läuft ab Ende Juli unter dem Motto „meet facebook@base_camp“, für das Bender auf jene interaktive Unternehmensrepräsentanz zurückgreift, die er zuletzt für E-Plus aufgebaut hat.

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