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Hat in Großbritannien eine Debatte um Managergehälter ausgelöst: WPP-CEO Sir Martin Sorrell
12.06.2012   News
WPP-CEO Sorrell kämpft um Millionen-Bonus
 
Einige Großaktionäre der Agentur WPP wollen CEO Marin Sorrell, 67, offenbar einen Denkzettel verpassen und haben angekündigt, auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Dublin gegen das üppige Gehaltspaket zu stimmen.

Der Protest der Aktionäre begann, als WPP Sorrells Gehaltspaket ankündigte, das laut "PR Week" bis zu 17 Millionen Euro umfasst. In der vergangenen Woche verteidigte sich Sorrell in einem einem Gastbeitrag in der „Financial Times“: Wenn Großbritannien in der Privatwirtschaft Marktführer haben wolle, müsse das Land eine konkurrenzfähige Bezahlung zulassen.

Doch einige Großaktionäre bleiben offenbar bei ihrer Meinung: Sie wollen gegen das üppige Gehaltspaket stimmen. Die Anlegervertretung ISS, die knapp 20 Prozent der WPP-Investoren berät, rät ebenfalls zur Ablehnung des Pakets.

Ihr Argument: WPP habe sich schlechter als der der Durchschnitt der im Börsenindex FTSE notierten Unternehmen entwickelt. Andere Anleger kritisieren zudem zuletzt den Führungsstil Sorrells, der seit Mitte der 1980er-Jahre aus der kleinen Firma "Wire and Plastic Products" durch Übernahmen von Agenturen wie Grey, Ogilvy oder Scholz & Friends den Giganten WPP geschaffen hat. Zu WPP gehören zudem Hill + Knowlton und Burson-Marsteller.

Sorell streitet sich zudem mit Lord Bell weiterhin über dessen Management-Buy-Out von Bell Pottinger und anderen Teilen des Mutterkonzerns Chime. Sorrell hält knapp 20 Prozent an Chime und nannte die Konditionen des Deals, dem Chime Ende Mai zugestimmt hatte, "merkwürdig". Die entscheidende Abstimmung über den Deal findet am Montag statt. 
 

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