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DPOK 2012 im Berliner Kino International
11.05.2012   News
Jeder gegen Jeden
 
Mit gewohnt lockerer Schnauze brachte Hajo Schumacher die Gala zum Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2012 über die Bühne, der am Mittwochabend im Berliner Kino International zu zweiten Mal vergeben wurde.

Vor allem dank Schumachers teils politischer Spitzen wurde es eine kurzweilige Verleihung - trotzdem die Veranstalter den Preis auf 29 Kategorien ausdehnten. Eine tatsächlich "gigantische" Veranstaltung, wie Schumacher versprach.

Wermutstropfen: Um die Verleihung nicht in die Länge zu ziehen, verzichteten die Veranstalter darauf, die einzelnen Kampagnen der Sieger näher vorzustellen - einzig Schumacher schoss den jeweiligen Gewinnern später auf der Bühne mehr oder minder organisiert (dafür lustig) Fragen dazu ins Gesicht, ob welcher Leistung sich der Preis rechtfertigen ließe. Die großen Gewinner aus dem vergangenen Jahr - die Berliner Agentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr - gingen am Mittwoch leer aus.

Zu den großen Abräumern zählen die Digitalen von elbkind aus Hamburg, die auch zur Agentur des Jahres gekürt wurden, und die webguerillas aus München - beide nahmen mehrere Auszeichnungen an diesem Abend entgegen. Interessant war die Provenienz der Einreicher auf der Shortlist: Neben Unternehmen und Organisationen, die ohne Agentur auskamen, standen die Digital-Agenturen im Wettbewerb mit Werbe- und PR-Agenturen, vereinzelt hatten sich auch Corporate Publisher und Media-Agenturen darunter gemischt.

Einerseits muss sich die Disziplin der Online-Kommunikation vielleicht noch sortieren (29 Kategorien!), andererseits führt der Preis, den das Fachmagazin "pressesprecher" vergibt, vor Augen, welche Konkurrenzverhältnisse auf dem wachsenden Feld der digitalen Kommunikation herrschen: Es geht jeder gegen jeden.

Alle Preisträger (PDF) und die Shortlist (PDF).

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