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News / Ergebnisziele werden nur selten kommuniziert
Nur ein Viertel der Befragten einer Burson-Marsteller-Studie glaubt, dass Journalisten ohne fremde Hilfe Unternehmensziele bewerten
10.04.2012   News
Ergebnisziele werden nur selten kommuniziert
 
Weniger als 40 Prozent der 200 größten börsennotierten Unternehmen Europas kommunizieren 2012 konkrete Ergebnisziele. Dabei erwarten 94 Prozent der Analysten und Journalisten mehr Orientierung von Unternehmen, wie eine Burson-Marsteller-Umfrage zeigt. 

Laut der Studie empfinden fast alle (94%) Befragten konkrete Ergebnisziele entweder als hilfreich oder sehr hilfreich. Zugleich geben mehr als ein Drittel (39%) der Befragten an, dass Veränderungen bei Ergebniszielen einen negativen Einfluss auf ihre Bewertung beziehungsweise Wahrnehmung eines Unternehmens haben. Dies könnte erklären, warum viele Unternehmen keine spezifische Daten oder auch gar keine Daten zum Ausblick zur Verfügung stellen, mutmaßt Burson-Marsteller.

Zugleich geben mehr als die Hälfte (52%) der befragten Analysten an, dass sie auf der Grundlage von Ergebniszielen ihre eigenen Empfehlungen nach oben oder unten korrigieren würden. Außerdem glauben mehr als ein Drittel (39%), dass Prognosen von Analysten verlässlicher sind, um die voraussichtliche Entwicklung von Unternehmen zu ermitteln.

"Die Studie macht deutlich, dass Unternehmen und Analysten im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer stehen, indem sie Ergebnisziele kommunizieren beziehungsweise Prognosen abgeben", sagt Michel Doermer, verantwortlich für die Finanzkommunikation bei Burson-Marsteller in Deutschland, laut einer Mitteilung. Dies führe bisweilen dazu, dass Unternehmen und Analysten unterschiedliche Ausblicke abgeben und sich Marktteilnehmer und Journalisten für eine der zwei Meinungen entscheiden. Dies könne negative Auswirkungen, etwa Preisschwankungen, mit sich bringen. Eine kooperative Vorgehensweise würde das Risiko von Preisvolatilität deutlich verringern, empfiehlt er.

Für die Studie befragte Burson-Marsteller gemeinsam mit ihrem britischen Partner Smithfield Consultants und Vara Research 140 Analysten und Finanzjournalisten.
 

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