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News / Sturm im Wasserglas
Tritt wieder zur Wahl des DRPR-Präsidenten an: Amtsinhaber Richard Gaul/Foto: BMW
27.03.2012   News
Sturm im Wasserglas
 
Eine kleine Indiskretion im Deutschen Rat für PR (DRPR) legte jüngst Unstimmigkeiten zwischen dem Ratspräsidenten Richard Gaul (Foto) und Heiko Kretschmer offen, dem Vertreter der degepol. Offenbar zweifelte Kretschmer an Gauls Eignung für das Amt, weil der parallel für den umstrittenen Schweizer Medien-Analysten Media Tenor wirkt.

Konsequent versagte Kretschmer Gaul die Zustimmung, als es vor wenigen Wochen um dessen Nominierung zur Wiederwahl an die Ratsspitze ging. Die Stimmen der übrigen Trägerverbände genügten Gaul allerdings.

Mittlerweile sei der „Sturm im Wasserglas“ vorüber, bestätigen mehrere Ratsmitglieder, geben aber zu bedenken: Um Praxisnähe im Rat zu gewährleisten, könne man der Rats-Crew Ämter in der Wirtschaft nicht untersagen. Die Ratsbesatzung bilde den Querschnitt zwischen „jungen Operativen und erfahrenen Hasen“. Zudem: Weder im Rat selbst, noch öffentlich hat bis heute jemand kundgetan, Gaul ablösen zu wollen.
Das Thema war zuvor nicht auf den Tisch gekommen und lenkte vom neuen Kommunikationskodex ab, mit dem der Rat die in die Jahre gekommenen Richtlinien entstauben will. Der Entwurf wird im Netz (auf durchaus hohem Niveau) diskutiert, das finale Papier wird wohl im Juni auf einem Medien-Event in Berlin vorgestellt. Neben dem Traktat selbst soll vor allem die Debatte darüber die Branche für die Regeln der PR-Arbeit sensibilisieren.

Fundament für den DRPR ist zudem ein Verein, den die vier Träger jüngst gegründet haben. Er soll den Rat operativ entlasten − vor allem aber kann er in der Wirtschaft Gelder einwerben, ohne ihn zu korrumpieren.

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