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News / Viele Deutsche können nichts mit "Nachhaltigkeit" anfangen
Ein gutes Bildungssystem verbinden deutlich mehr Deutsche mit Nachhaltigkeit als den Kauf umweltfreundlicher Produkte (c) Nils Fabisch / pixelio.de
27.03.2012   News
Viele Deutsche können nichts mit "Nachhaltigkeit" anfangen
 
Die Deutschen können nach wie vor wenig mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" anfangen. Spontan konnten in einer offenen und ohne Antwortvorgaben formulierten Forsa-Umfrage vom Januar 36 Prozent nicht sagen, was sie mit "Nachhaltigkeit" verbinden. 

Unter den jüngeren (18-29 Jahre) und den über 60-Jährigen scheiterten mehr als 40 Prozent (42% und 43%) an dieser Frage. 

Etwa ein Viertel (23%) der Befragten verbindet mit dem Begriff etwas Beständiges, Dauerhaftes und Langfristiges. 12 Prozent verbinden mit diesem Begriff, dass die Zukunft bzw. die nächste Generation berücksichtigt wird. Jeweils 8 Prozent verbinden Natur- und Umweltschutz bzw. einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen mit "Nachhaltigkeit". Soziale Aspekte verbinden nur zwei Prozent mit dem Begriff. 

Die Sicherung oder Schaffung eines guten Bildungssystems finden fast alle Befragten sehr wichtig (78 %) oder wichtig (21 %) für eine nachhaltigere Gestaltung der Welt. Den Ausbau erneuerbarer Energien halten 55 Prozent hierfür als sehr wichtig und 39 Prozent als wichtig. Ebenso viele sehen den Abbau der Staatsverschuldung als sehr wichtig (55 %) oder wichtig (38 %) an. Eine klimaschonende und umweltfreundliche Industrieproduktion wird von 54 Prozent als sehr wichtig und von 41 Prozent als wichtig eingestuft, um die Welt nachhaltiger zu gestalten.

Der Kauf von ökologischen Produkten wird lediglich von 18 Prozent als sehr wichtig eingestuft, um die Welt nachhaltiger zu gestalten. 53 Prozent finden diesen Aspekt wichtig. Unter den 18-29-Jährigen halten nur 13% den nachhaltigen Konsum für sehr wichtig. Bei den über 60-Jährigen ist es jeder fünfte. 

Link zur Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesforschungsministeriums.

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