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24.02.2012   News
Makowski will Wordfinder PR loswerden
 
Bestenfalls als ungewöhnlich stufte die PR-Community im Netz und via Twitter den Versuch ein, eine Agentur über die Webseite „www.pr-agentur-kaufen.de“ an den Mann zu bringen.

Zumal sich die Seite zu ihren Urhebern bedeckt hielt, lediglich eine anonyme E-Mail-Adresse und eine mobile Telefonnummer (die meist nur eine O2-Mailbox parat hat), laden potenzielle Investoren zum Gespräch. Dabei scheint die Agentur eine Perle zu sein: Von einem „sechsstelligen Jahresgewinn“ war dort anfangs die Rede, mit den rund 40 Kunden, wie es dort heißt, wäre das Portfolio gut bestückt.

Dahinter steckt die kleine Hamburger Agentur Wordfinder PR (zehn Mitarbeiter). Besser: deren Gründer und Geschäftsführer Michael Makowski, Mitte 30. Er wolle sich aus „persönlichen Gründen“ aus dem Geschäft zurückziehen, sagt Makowski. Und das schon länger: Bereits vor rund anderthalb Jahren war sein Verkaufsangebot in Chiffre-Anzeigen aufgetaucht.

Wordfinder PR betreut kleine und mittelständische Kunden aus der IT- und Telekommunikationsbranche, laut Makowski seit der Gründung vor 12 Jahren profitabel. Rund 90 Prozent seiner Kunden kommen aus Deutschland, schätzt er, und sie seien – anders als in kleinen Agenturen üblich – nicht „eng an den Eigentümer gebunden“. Eine New Yorker Tochter (vor wenigen Jahren in die Krise hinein gestartet) ist inaktiv.

Als Käufer wünscht sich Makowski einen „versierten PR-Mann“ oder eine Agentur, die eine IT/TK-Sparte dazu kaufen will. Preisvorstellungen hat er bisher keine, dafür „rund zwei Dutzend ernsthafte Interessenten“.

Dass andere über seiner Internetverkaufsaktion die Nase rümpfen, kann Makowski nicht nachvollziehen, zeige das kleine Strohfeuer doch, dass er sein Handwerk verstehe.
 

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