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News / Bürgerinitiativen greifen Burson-Marsteller an
Die von Burson-Marsteller unterstützte Initiative Ja zu FRA! von Fraport, Lufthansa und Condor tritt "für eine differenzierte und sachliche Diskussion" über die Zukunft des Frankfurter Flughafens ein
21.02.2012   News
Bürgerinitiativen greifen Burson-Marsteller an
 
In der Debatte um einen Ausbau des Frankfurter Flughafens versucht die Ausbau-Opposition, Burson-Marsteller zu diskreditieren. Die Agentur sei dafür bekannt, "dass sie im Auftrag von Großunternehmen Propaganda im Zusammenhang mit umweltzerstörerischen und gesundheitsschädlichen Projekten und Techniken" betreibe. Gerne täusche sie dabei eine spontane Bewegung vor, behauptete die Wählergemeinschaft der Flughafenausbaugegner in einer Mitteilung

Der Zorn der Opposition richtet sich gegen die Unterstützung Burson-Marstellers für die von Condor, Fraport und Lufthansa ins Leben gerufene "Initiative JA zu FRA". Die Initiative ruft derzeit zu einer Demo am 1. März auf, in der sich die Befürworter des Flughafenausbaus zu Wort melden sollen. 

Die "Frankfurter Rundschau" griff am Dienstag den Konflikt auf: Dass die Zusammenarbeit von Fraport und den beiden Airlines mit Burson-Marsteller ein "gefundenes Fressen für die Flughafen-Opposition" sei, liege in der Vergangenheit des PR-Riesen begründet. So habe die Agentur die argentinische Militär-Junta, den rumänischen Diktator Nicolae Ceausescu und den Chemiekonzern Union Carbide beraten und 1999 in den USA für das Biotech-Unternehmen Monsanto bezahlte Demonstranten auflaufen lassen. 

"Mit bestimmten Klienten würden wir heute nicht mehr zusammenarbeiten", zitiert Heuser den Firmengründer Harold Burson gegenüber der "Frankfurter Rundschau". Der Burson-Marsteller-Deutschland-Chef warb zudem für eine "zum Teil differenzierte Betrachtung der Historie".

Mit Ceausescu habe die Agentur zusammengearbeitet, als der im Westen noch "als Türöffner für den Eisernen Vorhang galt", sagte Heuser der Zeitung. Zu der Arbeit für Monsanto wollte er sich hingegen nicht äußern. 

Sowohl Fraport-Sprecher Dieter Hulick als auch Heuser wiesen Spekulationen der Flughafenkritiker zurück, bei der Demonstration in Frankfurt könnten bezahlte Akteure auftreten. 

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